Mafiaboss im Krankenhaus: Fall hat personelle Konsequenzen

  • Die Behandlung eines mutmaßlichen Mafiabosses in Hannover hat personelle Konsequenzen.
  • Der Vizepräsident des Klinikums ist am Montag freigestellt worden.
  • Grund sei das “erhebliche Informations- und Kommunikationsversagen” des Krankenhauses.
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Hannover. Die Affäre um die Behandlung des mutmaßlichen montenegrinischen Mafiosos Igor K. an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat Folgen: Am Montag wurde MHH-Vizepräsident Andreas Tecklenburg mit sofortiger Wirkung freigestellt. Das berichtet die “Hannoversche Allgemeine Zeitung” (HAZ).

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler erklärte in einer Sondersitzung im Landtag, der Vertrag sei einvernehmlich gelöst worden. Als Begründung nannte Thümler "ein erhebliche Informations- und Kommunikationsversagen der MHH“ im Zusammenhang mit der Behandlung des 35-jährigen Patienten.

Polizeieinsatz kostete 900.000 Euro

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Igor K. war Mitte Februar mit etlichen Schussverletzungen in der MHH in Hannover eingeliefert worden. In der Folge musste die Uni-Klinik von einem starken Polizeiaufgebot geschützt werden, da die Behörden weitere Anschläge auf den mutmaßlichen Boss eines montenegrinischen Mafiaclans nicht ausschließen konnten.

Der massive Polizeieinsatz war teuer: Er kostete rund 900.000 Euro, wie Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe am Montag im Landtag erklärte. 2456 Polizeikräfte waren im Einsatz, 16.058 Personalstunden fielen an.

RND/HAZ/msc

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