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Männerchor aus Ahrweiler singt inmitten der Trümmer für Zusammenhalt – „egal, was passiert“

  • Ein Männerchor aus Ahrweiler sorgt nach der Hochwasserkatastrophe für einen emotionalen Moment.
  • Die Gruppe singt inmitten der Trümmer den rheinischen Klassiker „In unserem Veedel“ von Bläck Fööss.
  • In dem Lied geht es um Zusammenhalt, „egal, was auch immer passiert“.

Ahrweiler. Die Unwetter und das Hochwasser haben den Kreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) hart getroffen. Mindestens 110 Menschen verloren dort in den Fluten ihr Leben. Während sich das Wasser langsam zurückzieht, beginnen nun die Aufräumarbeiten. Bei diesen sorgt ein Männerchor aus Ahrweiler für einen emotionalen Moment. Inmitten der Trümmer singen die Männer den Klassiker „In unserem Veedel“ der Kölner Band Bläck Fööss – ein Lied, das für Zusammenhalt steht.

„Wat och passeet, dat eine es doch klor – et Schönste, wat m’r han schon all die lange Johr es unser Veedel. Denn he hält m’r zosamme ejal, wat och passeet en uns’rem Veedel“, heißt es in dem Refrain des Liedes von 1973. Auf Hochdeutsch bedeuten diesen Zeilen etwa: „Was auch passiert, das eine ist mal klar – das Schönste, was wir schon all die langen Jahre haben, ist unser Viertel. Denn hier hält man zusammen, egal, was auch immer in unserem Viertel passiert.“

Seit Jahrzehnten wird das Lied von Bläck Fööss im Rheinland in den verschiedensten Situationen gesungen – ob beim Karneval oder beim 1. FC Köln, der Song ist ein absoluter Klassiker. Und auch heute passt er zur Lage der Menschen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die um ihre Existenz bangen und jetzt Mut, Kraft und den Zusammenhalt, wie im Lied beschrieben, brauchen.

Bläck Fööss hatten Konzerte in betroffenen Gebieten geplant

Eigentlich hätte die Band Bläck Fööss am vergangenen Wochenende in Erftstadt und Hückelhoven auf Konzerten gespielt, diese aber wegen der Flutkatastrophe abgesagt. „Wenn die Heimat derart untergeht, bedrückt das jeden Menschen, egal, ob er direkt betroffen ist oder nicht. Dementsprechend drückt diese katastrophale Situation natürlich auch innerhalb der Band auf die Stimmung“, sagte Fööss-Bandmitglied Pit Hupperten dem „Express“.

Laut Bericht tüfteln die Bandmitglieder an Ideen, wie sie den Flutopfern mit eigenen Aktionen helfen können. Die Ticketeinnahmen der abgesagten Konzerte sollen gespendet werden, solange die Kosten nicht zurückgefordert werden.

RND/nis

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