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Germanwings-Absturz: Gericht weist Schmerzensgeldklage von Hinterbliebenen ab

  • Mindestens zusätzliche 30.000 Euro pro Todesfall fordern die Hinterbliebenen der Germanwings-Katastrophe von der Lufthansa.
  • Vor Gericht müssen sie jetzt allerdings eine Niederlage einstecken.
  • Die Richter am Oberlandesgericht Hamm wiesen die Berufungsklage ab und bestätigten das Urteil der ersten Instanz.
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Hamm. In einem Prozess um zusätzliches Schmerzensgeld nach dem Germanwings-Absturz vor mehr als sechs Jahren haben die Hinterbliebenen eine Niederlage einstecken müssen. Die Richter am Oberlandesgericht (OLG) Hamm wiesen am Dienstag die Berufungsklage mehrerer Angehöriger zurück, die von der Germanwings-Mutter Lufthansa zusätzliches Schmerzensgeld in Höhe von 30.000 Euro gefordert hatten.

Die Richter des OLG bestätigten damit das Urteil der ersten Instanz. Wie schon das Landgericht Essen vertraten sie in der mündlichen Verhandlung die Auffassung, die medizinische Überwachung der Piloten sei eine hoheitliche Aufgabe des Staates. Insofern sei die Lufthansa nicht der richtige Adressat für die zudem nicht ausreichend konkret begründeten Schadenersatzansprüche.

Am 24. März 2015 hatte den Ermittlungen zufolge der früher unter Depressionen leidende Co-Pilot das Flugzeug in den französischen Alpen absichtlich gegen einen Berg gesteuert. Dabei kamen alle 150 Insassen ums Leben. Die Kläger warfen der Lufthansa Versäumnisse bei den flugmedizinischen Untersuchungen vor und halten das bislang gezahlte Schmerzensgeld nicht für ausreichend. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das OLG ließ die Revision nicht zu. Dagegen können die Kläger Beschwerde einlegen.

RND/dpa

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