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Impfstoff ohne Zulassung: Erste Ärzte verabreichen umstrittenes Stöcker-Vakzin

Winfried Stöcker

Lübeck. Der umstrittene Impfstoff des Unternehmers Professor Winfried Stöcker hat kein Zulassungsverfahren durchlaufen – trotzdem steigt im Raum Lübeck die Nachfrage nach dem Vakzin. Medienberichten zufolge haben nun auch erste Arztpraxen mit der Verabreichung des Impfstoffs begonnen.

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Über 100 Interessenten für Stöcker-Vakzin

Wie die „Sächsische Zeitung“ berichtete, verabreiche eine Ärztin im Landkreis den Impfstoff auf Wunsch. „Ich habe eine Liste mit mindestens 150 Interessenten“, wird die Ärztin, die anonym bleiben will, in den „Lübecker Nachrichten“ zitiert. „Ich impfe Stöcker, sobald ich welchen habe.“ Der Impfstoff sei dabei nicht fertig lieferbar, sondern müsse selbst hergestellt werden. Die Ärztin bestelle die einzelnen Komponenten dafür bei Stöcker und setze sie zu dem Präparat zusammen. Sowohl sie selbst als auch das übrige Personal in der Arztpraxis habe den Impfstoff bereits selbst gespritzt bekommen. Ihren Angaben nach würden auch andere Praxen das Vakzin an Patienten verimpfen.

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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Stöcker

Stöcker selbst ist der Auffassung, dass ein Arzneimittel auch ohne Zulassung vom Arzt verabreicht werden darf. Da Stöcker jedoch vermutlich ohne Zustimmung des Paul-Ehrlich-Instituts selbst andere Menschen geimpft habe, sind auch Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt auf ihn aufmerksam geworden. Die Ermittlungen gegen den Unternehmer laufen. Ob das Stöcker-Vakzin tatsächlich immun macht, ist ungeklärt.

RND/al

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