Lübecker Supermarkt verkauft keine Energydrinks mehr an Schulkinder

  • Gerade hat eine Studie gezeigt, dass jeder fünfte Schüler regelmäßig Energydrinks trinkt.
  • Und das, obwohl die Getränke bei Jugendlichen häufiger Übergewicht, Schlafstörungen und Hyperaktivität hervorrufen.
  • Ein Lübecker Supermarkt zieht Konsequenzen: Der Betreiber verkauft keine Energydrinks mehr an Schüler.
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Lübeck. Fast jedes fünfte Schulkind nimmt nach einer Untersuchung der Krankenkasse DAK regelmäßig Energydrinks zu sich. Daraus resultierten negative Folgen für die Gesundheit: Bei den Mädchen und Jungen der fünften bis zehnten Klasse, die Energydrinks konsumieren, seien Übergewicht, Schlafstörungen und Hyperaktivität besonders häufig.

Das will ein Lübecker Supermarkt-Inhaber nicht mehr verantworten – und verkauft deswegen keine Energydrinks mehr an Schüler, wie die "Lübecker Nachrichten" (LN) berichten. „Energydrinks sind sehr ungesund“, sagt Sven Krause demzufolge. „Wer jünger als 16 Jahre ist, bekommt die Drinks bei mir nicht.“

Lübecker Supermarkt-Inhaber: Kein Schaden für Umsatz durch Energydrink-Verkaufsstopp

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Schaden tue das dem Umsatz kaum, meint der Supermarkt-Inhaber den LN gegenüber. „Die Energydrinks verkaufen sich so gut, dass ein paar weniger gar nicht ins Gewicht fallen.“ Ob er damit ein Vorbild für andere Geschäfte sein könnte? „Bislang sind es nur die Drogerieketten DM und Rossmann, die sich selbst verpflichtet haben, Energydrinks nicht mehr an Jugendliche unter 16 zu verkaufen“, sagt Dario Sarmadi von der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch den LN.

Krauses Kunden in Lübeck jedenfalls befürworten die Entscheidung: „Super. Ich kann das nur unterstützen“, meint Martina Prüser (54), Heilpädagogin aus Lübeck, gegenüber den LN. „Es sollten mehr Läden so verantwortungsvoll gegenüber Kindern sein.“

RND/hsc

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