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Lockerungen und Sommerferien: Kommt es nun wieder zum Ansturm auf die Zugspitze?

  • Im vergangenen Pandemiesommer wurde die Region um die Zugspitze plötzlich von Touristen überrannt.
  • Die Folge waren überfüllte Parkplätze und Müllberge in der Natur.
  • Auch jetzt geht die Zahl der Besucherinnen und Besucher dort wieder hoch – doch es verteilt sich offenbar besser.
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Im vergangenen Sommer, als die Grenzen zu vielen Nachbarländern dicht und das Reisen pandemiebedingt erschwert war, wurden die Zugspitze und die Region drumherum plötzlich überrannt von Tagestouristen. Die Folge: überfüllte Parkplätze und Müllberge mitten in der Natur. Es wurde so schlimm, dass sich Anwoh­ne­rin­nen und Anwohner des Zugspitzdorfes Grainau mit einer Demonstration wehrten: „Wir ersticken im Verkehr, Lärm und Müll“, hieß es von ihnen, wie unter anderem der Bayerische Rundfunk (BR) von vor Ort berichtete.

Nun ist der Sommer zurück, die Ferien in einigen Bundesländern stehen kurz bevor – und damit auch ein erneuter Ansturm auf den höchsten Berg Deutschlands und die umliegenden idyllischen Regionen? Aktuell sei die Situation unter der Woche entspannt, sie hätten zwar zahlreiche Gäste, stießen aber noch lange nicht an die Kapazitätsgrenzen, berichtet Verena Altenhofen dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Sie ist Kommunikationsmanagerin der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG, die für Seilbahnen auf die Zugspitze, aber auch für mehrere Restaurants auf dem Gipfel zuständig ist.

Seit Kurzem fahren wieder mehrere Seilbahnen auf die Zugspitze, auch die Restaurants dort sind wieder offen. Altenhofen sagt aber auch: „An einem Schönwettersonntag oder während der Ferien ist die Situation häufig anders: Vor allem bei den Parkplätzen stoßen wir dann regelmäßig an das Maximum.“ Sie empfehle Gästen daher die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln – „auch der Umwelt zuliebe“.

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Touristen hinterließen Müll in der Zugspitz-Region

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Mit der Umwelt sind einige Touristen im vergangenen Sommer gar nicht gut umgegangen. Sie hinterließen viel Müll in den Bergen und an Seen und schreckten unter anderem Wildtiere in ihrem Lebensraum auf. Doch das hat sich gebessert, so der Eindruck von Philipp Holz vom Tourismusmanagement der Zugspitz-Region. „Die Bevölkerung hat mitbekommen, dass das Problem von den Medien und auch von der Zugspitz-Region thematisiert wurde“, sagt er dem RND, und betont nochmal eine Bergsteigerweisheit: „Was ich nach oben trage, trage ich auch wieder herunter.“ Er glaube aber, dass das Bewusstsein dafür besser geworden sei.

Ein Problem im vergangenen Jahr sei auch gewesen, dass die Menschen viel mehr an Verpflegung mitbrachten, weil die Gastronomie geschlossen war, was nun nicht mehr der Fall ist. Zudem ist ein Unterschied, dass die Grenzen zu den Nachbarländern nun alle offen sind und sich die Touristen daher mehr verteilen. „Wir hatten nach den Öffnungen schon einen Ansturm, gerade auch an Pfingsten hatten wir viele Buchungen“, berichtet Holz. Es sei sogar „mehr als letztes Jahr“, doch nun verteile es sich – auch wegen der Grenzöffnungen – besser. „Letztes Jahr wollte jeder schnell raus in den ländlichen Raum, da kam es punktuell zu einer starken Frequentierung und Müllbergen.“ Auch jetzt gebe es einen Andrang, „aber die Leute haben auch gelernt, mit der Situation umzugehen“, meint der Tourismusmanager. Es kehrt wieder ein Stück Normalität ein.

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