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Unwetter-Liveblog: Im Sturm ausgebüxtes Känguru ist tot

Rettungskräfte stehen mit den Einsatzwagen an einer Unfallstelle. Von Schnee und Eis bedeckte Bäume waren in dem Sturm auf zwei Autos gekippt.

Nach teils schweren Unwettern durch Orkantief „Sabine“ zum Wochenstart bleibt das Wetter in Deutschland vorerst ungemütlich. In weiten Teilen des Landes gab es in der Nacht zu Mittwoch Glatteis. An der Küste gibt es neue Sturmfluten, der Fischmarkt in Hamburg steht wieder unter Wasser. Vor allem in den Hochlagen drohen neue Orkanböen. Hier halten wir Sie über aktuelle Meldungen zum Wetter im Liveblog auf dem Laufenden.

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Nach Sturmtief „Sabine“: Schwere Sturmfluten, Sturmböen und Glatteis

Eine schwere Sturmflut hat am Mittwoch Hamburg erreicht. Der Fischmarkt lag zwischenzeitlich komplett unter Wasser. Nach dem Sturmtief "Sabine" war der Hafen in Hamburg bereits dreimal überschwemmt worden. Eine Sprecherin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie sagte am Morgen, dass die Pegelstände in der Hansestadt mehr als zwei Meter höher als lagen als das mittlere Hochwasser.

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An der gesamten Nordseeküste lagen die Pegelstände zudem rund eineinhalb Meter höher als das mittlere Hochwasser. Auf der beliebten Nordeeinsel Wangeroog hat Sturmtief Sabine schwere Schäden angerichtet. Der Strand wurde von den heftigen Sturmwellen um ein ganzes Stück weggespült. Was derzeit noch Schaulustige anzieht, könnte im Sommer eine Katastrophe für den Tourismus der Region darstellen. Die Sturmfluten können noch bis Donnerstag andauern und weitere Schäden an der deutschen Nordseeküste verursachen.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in weiten Teilen Deutschlands zudem zu Glatteis. Dabei kam es zu vielen Unfällen und Chaos auf den Straßen. Die A45 in Nordrhein-Westfalen war komplett gesperrt.

Autofahrer und Fußgänger sollten Vorsicht walten lassen

Von Sonntag auf Montag zog das Sturmfeld weiter Richtung Süden. Selbst im Flachland wurden Böen mit Windstärke elf bis zwölf, also 103 bis 120 Stundenkilometer vorausgesagt. Noch heftiger sollte sich Orkan „Sabine“ über den Bergen austoben: Mit 120 bis 150 Stundenkilometern fegten dort die Böen in der Nacht zu Montag über die Gipfel.

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Auch der Regen wurde in der Nacht auf Montag kräftiger. Begleitet wurde der Orkan vielerorts von heftigen Schauern, Gewittern und Hagel. Aufgrund einer Kaltluftfront gingen die starken Niederschläge in den Mittelgebirgen am Montag außerdem teils in Schnee über.

„Autofahrer und Fußgänger müssen besonders aufpassen“, warnt Siebert-Sperl. In ganz Deutschland besteht die Gefahr von umstürzenden Bäumen, herabgewehten Ziegeln und abgebrochenen Ästen. Der Straßen- und Bahnverkehr im ganzen Land wird aller Voraussicht nach stark beeinträchtigt.

Außergewöhnlich sei die Situation in Anbetracht der Jahreszeit allerdings nicht, sagt Siebert-Sperl: „So eine Wetterlage ist für den Februar nicht ungewöhnlich. Da sind Winterstürme keine Seltenheit.“

Der deutsche Wetterdienst hatte auf Twitter unlängst eine Unwetterprognose zum Sturm „Sabine“ gepostet. Dort ist klar zu erkennen, wann und wo es in Deutschland zu Orkanen beziehungsweise Stürmen kommen kann.

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Sturm „Sabine“: Welche Parallelen gibt es zu Orkan „Xaver“?

Das Sturmtief dürfte in jedem Fall mit einer äußerst zerstörerischen Kraft auf Deutschland treffen. Meteorologen ziehen schon jetzt Parallelen zu dem Unwetter, das uns 2013 im Zusammenhang mit dem Jahrhundertorkan „Xaver“ getroffen hatte:

1. Sturmtief entsteht über dem Nordatlantik

Sturmtief „Sabine“ entsteht, wie „Xaver“, über dem Nordatlantik, südlich von Grönland. Dort hat sich ein extrem starker Jetstream gebildet, aus dem sich das Sturmtief bildet. Die starken Winde treiben das Sturmtief nach Deutschland, auch bedingt durch den Polarwirbel.

2. Zugbahn des Sturms

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Auf der Zugbahn des Sturms „Xaver“ lagen seinerzeit hauptsächlich Mittel- und Nordeuropa. Ähnlich wie beim anstehenden Sturmtief: Auf der Zugbahn von „Sabine“ befindet sich neben den britischen Inseln, Skandinavien und den Benelux-Staaten auch Deutschland.

3. Windspitzen

Die Wetterstationen in Schottland verzeichneten 2013 die absolute Rekordwindböe mit 229 km/h. „Xaver“ fegte damals auch über Deutschland in Orkanstärke hinweg, damals wurden auf Sylt Spitzenwerte von immerhin 174 km/h erreicht. Für das bevorstehende Unwetter werden laut dem DWD schwere Orkanböen für Sonntag und Montag mit Durchschnittswerten von bis zu 140 km/h im Tiefland und bis zu 160 km/h in höheren Lagen erwartet.

4. Kälteeinbruch

Nach dem Durchzug der Kaltfront von Sturmtief „Xaver“ folgte 2013 ein Wintereinbruch. Auch hier sind Parallelen zu erkennen, da Meteorologen nach dem Sturm „Sabine“ ähnliche Verhältnisse mit niedrigeren Temperaturen und Schnee erwarten.

Videografik: So entsteht das Wetter

Kalte und warme Luftmassen zirkulieren in der Atmosphäre. Wenn sie zusammentreffen, entstehen verschiedene Wetter-Phänomene.

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RND/kast/dpa

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