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Lieferengpässe drohen: Norddeutsche Bierbrauer fordern Leergut zurück

  • Den Bierbrauereien gehen die Flaschen aus.
  • Die Sozietät Norddeutscher Brauereiverbände ruft Kunden dazu auf, Leergut möglichst schnell zurückzubringen.
  • Sonst könnten im schlimmsten Fall Lieferengpässe entstehen.
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Hannover. Wer Bier kauft, bringt irgendwann auch die leeren Pfandflaschen zurück. So funktioniert es in der Regel – doch aktuell scheint es da ein Missverhältnis zu geben. Es wird nicht genug Leergut zurückgegeben, und Brauereien bekommen dadurch Probleme, wie auch die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) berichtet.

„Viele Brauereien klagen, dass sie seit Wochen nicht genug Leergut bekommen“, sagt Michael Scherer, Geschäftsführer der Sozietät Norddeutscher Brauereiverbände, der Zeitung. Er appelliert an alle Kunden, leere Kästen schnell wieder zurückzubringen – sonst könnten sogar Lieferengpässe beim Bier entstehen. Dieses Problem entstehe immer mal wieder in den Sommermonaten, wenn viele Menschen grillten, draußen Bier tränken und daher auch mehr Kästen kauften, die dann zum Teil im Keller stehen blieben. Doch: „Corona hat die Situation verschärft“, sagt auch Koja Gigla, Inhaber der kleinen Mashsee-Brauerei in Wülfel bei Hannover, der Zeitung.

„Die ganze Branche steht deutschlandweit vor einem Problem“

In der Branche gelte demnach die Faustregel, dass eine Flasche den Füllzyklus etwa 20- bis 30-mal durchlaufe, bevor sie kaputtgehe oder verschwinde. Die Maschsee-Brauerei fülle im Jahr etwa 300.000 Flaschen ab. „In dieser Woche mussten wir 20.000 neue zukaufen“, sagt Gigla der „HAZ“. Scherer betont in dem Zusammenhang: „Die Glashütten sind bei der Produktion neuer Flaschen am Limit.“

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Die Herrenhäuser Brauerei, ebenfalls aus Hannover, hatte sogar schon im vergangenen Jahr an die Kunden appelliert, das Leergut zurückzubringen. Bei ihnen sei es nun sogar schon zu kleineren Lieferengpässen gekommen, sagt Vertriebsleiter René Hagemann der „HAZ“. „Die ganze Branche steht deutschlandweit vor einem Problem.“ Und das könne sich jetzt, wo die Veranstaltungen wieder anlaufen, noch verschärfen.

RND/hsc

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