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Nach Explosion in Leverkusen: Rettungskräfte bergen drei weitere Todesopfer

  • Nach der Explosion in Leverkusen finden Einsatzkräfte drei weitere Leichen.
  • Aussagen zum Alter der Todesopfer können die Ermittler erst nach der abschließenden Identifizierung machen.
  • Zwei weitere Arbeiter werden noch vermisst. Es wird davon ausgegangen, dass auch sie tot sind.
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Leverkusen. Zwei Tage nach der Explosion in einer Leverkusener Müllverbrennungsanlage wurden drei weitere Tote gefunden, wie Staatsanwaltschaft und Polizei Köln am Donnerstagnachmittag bekannt gaben. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei hätten aus den Trümmern drei weitere Menschen tot geborgen, heißt es. Aussagen zum Alter der Getöteten können die Ermittlungsbehörden demnach erst nach der abschließenden Identifizierung bekannt geben. Die Zahl der nunmehr entdeckten Todesopfer erhöhte sich damit auf fünf.

Zuvor waren bereits zwei Tote gefunden worden, zwei weitere Arbeiter werden noch vermisst. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, ist minimal. 31 Menschen wurden nach Angaben der Chempark-Betreiberfirma Currenta verletzt.

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Leverkusen: Polizei ermittelt nach Explosion am Unglücksort
0:57 min
Nach der verheerenden Explosion mit zwei Toten in einem Chemiepark in Leverkusen begutachten Ermittler der Kölner Polizei den Unglücksort.

Suche nach der Ursache ist „Puzzlearbeit“

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Zu der verheerenden Explosion kam es auf einem Gelände vom Chemieunternehmen in Leverkusen. Ermittler der Kölner Polizei begutachten dort noch den Unglücksort. Es sei eine „Puzzlearbeit“ und unwahrscheinlich, dass die Unglücksursache sofort herausgefunden werde.

Die Polizei werde mit zwei Teams vor Ort sein, sagte der Sprecher. Ein Team stehe bereit, um zu dokumentieren und zusammen mit der Feuerwehr eventuell Leichen zu bergen. Die Begehung finde mit Vertretern vom Umweltbehörden, Sachverständigen, des Unternehmens und des Landeskriminalamts statt. Die Polizei will bei den Ermittlungen auch Drohnen einsetzen.

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Ermittlungen wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung

Laut Polizei ist fraglich, ob alle Bereiche schon begangen werden können: Teile seien einsturzgefährdet, andere Bereiche kontaminiert. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion gegen unbekannt.

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Ein Rettungshubschrauber startet nahe des Chemparks in Leverkusen. Bei einer Explosion im Chempark Leverkusen sind am Morgen nach Angaben der Kölner Polizei mehrere Menschen verletzt worden, ein Mensch ist gestorben.  @ Quelle: Oliver Berg/dpa
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Das nordrhein-westfälische Landesumweltamt (LANUV) arbeitet unterdessen weiter an einer Analyse der Stoffe, die mit der Rauchwolke nach der Explosion in die umliegenden Wohngebiete getragen wurden. „Bislang liegen aus diesen Untersuchungen noch keine Ergebnisse vor“, hatte das Umweltamt am Mittwochabend betont. Ergebnisse seien erst Ende der Woche zu erwarten.

Nach dem Brand waren in Leverkusen Rußpartikel niedergegangen

In einer ersten Einschätzung war das Amt davon ausgegangen, dass es sich um „Dioxin-, PCB- und Furanverbindungen“ gehandelt haben könnte. Grundsätzlich sei es so, dass Dioxine bei jedem Brandereignis in mehr oder weniger hohen Konzentrationen entstünden. Wie hoch die vorhandenen Rückstände mit diesen Substanzen belastet sind, werde sich erst nach der aufwendigen Auswertung zeigen.

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Nach dem Brand waren in Leverkusen Rußpartikel niedergegangen. Die Stadt empfahl ihren Einwohnern bis zu einer abschließenden Klärung unter anderem, kein Obst oder Gemüse aus dem Garten zu essen, auf dem sich Partikel abgelagert hatten. Auch sollte der Ruß nicht in die Wohnungen getragen werden. Wer dringend im Garten arbeiten müsse, sollte dabei vorsorglich Handschuhe tragen.

RND/dpa/hsc

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