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Letzter Stopp vor dem Mond – Europa beteiligt sich an Raumstation

Der Blick vom Mond auf unsere Erde.

Der Blick vom Mond auf unsere Erde.

Es ist ein weiter Weg zum Mond, etwa 385.000 Kilometer. Ein Zwischenstopp wäre da vielleicht angebracht, und so will die US-amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa eine dauerhafte Station im All aufbauen – sozusagen eine Mini-ISS. Ein Raumschiff soll als Basis für Zwischenlandungen um den Mond kreisen. An der Umsetzung tüfteln auch die Europäer fleißig mit.

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Präsident Trump wünscht sich bahnbrechende Erfolge

Ist die Landestation Artemis Gateway erst einmal fertig, soll das US-Raumschiff „Orion“ die Astronauten von dort aus weiter zum Mond bringen. In etwa vier Jahren soll es so weit sein. Auf dem Erdtrabanten haben sich schon lange keine Menschen mehr blicken lassen, zuletzt 1972 Eugene Cernan, Astronaut der Apollo-17-Mission. Danach gab es immer wieder US-Bestrebungen zur Mondlandung, oft scheiterte es aber am Geld.

Das sogenannte Artemis-Projekt der US-Regierung und der Nasa – benannt nach der griechischen Mondgöttin und Zwillingsschwester Apollons – wurde im März 2019 von US-Präsident Donald Trump initiiert. Er wünschte sich bahnbrechende Erfolge noch während seiner Amtszeit. Das könnte knapp werden.

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Das Landesystem hat ein Sechstel der Größe der ISS

Das geplante Landesystem hat ungefähr ein Sechstel der Größe der ISS. Es sei flexibel und könne die Astronauten über den Nordpol oder den Südpol des Mondes bringen. Dorthin, wo sehr viel Wasser vorhanden sei, das man dringend für die Zukunft benötige, sagte Nasa-Chef Jim Bridenstine laut „Tagesthemen“ vor einiger Zeit.

Neu an dem Vorhaben ist, dass die Nasa nicht mehr alles selbst baut, sondern von verschiedenen Partnern konstruieren lässt. Und da kommt die europäische Raumfahrtagentur Esa ins Spiel: Sie hat mehrere Module für die Raumstation zugesagt. Die Esa werde „grundlegende Elemente“ für Artemis Gateway liefern, heißt es in einem Vertrag, den Generaldirektor Jan Wörner mit seinem US-Kollegen Bridenstine am Dienstag unterzeichnet hat. Dazu gehörten ein Wohnmodul für Astronauten und ein Modul für Kommunikation und zum Nachtanken. Auch ein Fenster zur Beobachtung des Mondes sei geplant. Die Station soll auch als Treffpunkt für Astronauten dienen, bevor sie weiterfliegen.

Künstlerische Darstellung der Nasa: So könnte das Raumschiff „Orion“ auf dem Weg zum Mond aussehen.

Künstlerische Darstellung der Nasa: So könnte das Raumschiff „Orion“ auf dem Weg zum Mond aussehen.

Ein Außenposten für Expeditionen zu Mond und Mars

Im Gegenzug sollen Esa-Astronauten auf der Station arbeiten können. Dafür erhalten die Europäer drei Mitflugmöglichkeiten, hieß es. Zuvor hatte die Esa zugestimmt, zwei Module für das US-Raumschiff „Orion“ zu bauen, die Energie, Antrieb, Sauerstoff und Wasser liefern sollen.

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Eines Tages soll Artemis Gateway auch als Außenposten für Expeditionen zum Mars genutzt werden. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg.


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