Leichen von Flüchtlingsunglück vor Lampedusa geborgen

  • Vor zehn Tagen sank ein Schiff mit rund 50 Flüchtlingen vor der italienischen Insel Lampedusa.
  • Nun sind die ersten Leichen aus dem Schiffswrack geborgen worden.
  • Sieben Tote seien an Land gebracht worden, darunter auch ein Säugling.
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Rom. Ein Baby, ganz nah daneben wahrscheinlich die Mutter, beide tot am Meeresgrund: Zehn Tage nach einem Flüchtlingsunglück vor der italienischen Insel Lampedusa sind die ersten Leichen aus dem gesunkenen Schiffswrack geborgen worden. Sieben Tote seien an Land gebracht worden, darunter auch ein Säugling, berichteten italienische Nachrichtenagenturen am Donnerstag.

Das Schiff mit vermutlich mehr als 50 Menschen an Bord war am Montag vor einer Woche vor Lampedusa gesunken. 13 Frauenleichen konnten direkt danach geborgen werden. Ein Unterwasserroboter hatte das Wrack mit 12 Toten dann diesen Dienstag aufgespürt. Darunter das Baby und eine Frau, die es umarmte. Die Helfer gehen davon aus, dass sie die Mutter ist. Weitere Leichen könnten auf dem Meeresgrund liegen.

Mutter hielt ihr Baby bei dem Unglück vermutlich im Arm

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"Diesen kleinen Körper auf dem Grund liegen zu sehen, neben der Frau, die wahrscheinlich die Mutter ist, war ein Schlag in die Magengrube", sagte Radolfo Raiteri, Taucher der Küstenwache, der Zeitung "La Repubblica". "Dass sie so nah beieinander lagen, und der Arm der Frau, lassen darauf schließen, dass sie (das Baby) bis zum Schluss ganz fest gehalten hat."

Lampedusa liegt unweit von Tunesien. Zuletzt kamen von dort wieder mehr Migranten eigenständig mit Booten auf der kleinen Insel an.

RND/dpa

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