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Lego will Spielzeug frei von Geschlechter­stereotypen machen

  • Am Internationalen Mädchentag verkündet Lego, sein Spielzeug von Geschlechterstereotypen befreien zu wollen.
  • Demnach sollen etwa Kennzeichnungen der Sets für bestimmte Geschlechter wegfallen.
  • Die Strategie beruht auf einer Studie, wonach die Einstellungen zum Spielen und zu künftigen Berufen nach wie vor von Geschlechterklischees gekennzeichnet sind.
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Lego will sein Spielzeug künftig so fertigen und vermarkten, dass es nicht speziell für Jungen oder Mädchen angeboten wird, sondern frei von Geschlechterstereotypen ist. Das verkündete der Spielzeughersteller an diesem Montag, dem Internationalen Mädchentag, in einer Mitteilung, und beruft sich dabei auch auf eine in Auftrag gegebene Studie, wonach die Einstellungen zum Spielen und zu künftigen Berufen nach wie vor von Geschlechterklischees gekennzeichnet sind.

„Das Unternehmen setzt sich dafür ein, Lego-Spielzeug inklusiver zu machen und sicherzustellen, dass die kreativen Ambitionen von Kindern (...) nicht durch Geschlechterstereotypen eingeschränkt werden“, heißt es in der Mitteilung. Sie wollten demnach „Lego-Produkte und -Marketing für alle zugänglich und frei von geschlechtsspezifischen Vorurteilen und schädlichen Stereotypen“ machen.

Produkte nicht mehr nur „für Mädchen“ oder „für Jungen“

Dazu gehöre etwa, dass sie Produkte nicht mehr mit „für Mädchen“ oder „für Jungen“ kennzeichneten, sondern diese auf der Website unter anderem nach Alter, Interessen und Themen gefiltert werden. Zudem sollten mehr weibliche Vorbilder bei der Produktgestaltung einbezogen werden.

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In der Studie von Geena Davis Institute on Gender in Media geht es nicht nur darum, dass Mädchen in bestimmte Klischees gedrängt werden, sondern dass auch Jungen unter Stereotypen leiden. Demnach würden Mädchen selbstbewusster, 71 Prozent der befragten Jungen befürchteten aber, dass man sich über sie lustig machen würde, wenn sie mit „Mädchenspielzeug“ spielten. Eine Befürchtung, die laut der Studie auch viele Eltern teilten.

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Befragt wurden fast 7000 Eltern und Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren aus China, der Tschechischen Republik, Japan, Polen, Russland, dem Vereinigten Königreich und den USA. Lego hat im Mai dieses Jahres bereits ein LGBTQIA+-Set in Regenbogenfarben herausgebracht und damit ein Zeichen für Inklusivität gesetzt.

RND/hsc

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