Lebenslange Haft für 30-Jährigen wegen Mordes an Ex-Freundin

  • Das Landgericht Lübeck hat am Dienstag einen Mann zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
  • Der 30-Jährige hatte im September 2020 seine frühere Lebensgefährtin in ihrer Wohnung erstochen.
  • Das Opfer starb noch am Unfallort.
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Lübeck. Wegen Mordes an seiner ehemaligen Lebensgefährtin hat das Lübecker Landgericht am Dienstag einen 30 Jahre alten Mann zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht habe es als erwiesen angesehen, dass der Angeklagte seine frühere Lebensgefährtin im September 2020 in ihrer Lübecker Wohnung erstochen habe, sagte Richter Christian Singelmann.

Der Angeklagte habe die von der 27 Jahre alten Mutter seiner beiden Kinder ausgesprochene Trennung nicht akzeptieren wollen. Der 30-jährige Deutsche habe ihr aufgelauert und sie aus niedrigen Beweggründen mit 27 Messerstichen getötet, sagte Singelmann.

Opfer verblutete noch vor Ort

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Wie die „Lübecker Nachrichten“ (LN) am Dienstag berichten, habe der Angeklagte seine eigene Tochter am Tattag im Treppenhaus zur Wohnung des Opfers abgefangen und die Neunjährige überredet haben, ihm ihren Schlüssel zur Wohnung zu geben. So sei er in die Wohnung gelangt, in der er seine Ex-Partnerin mit ihrem neuen Freund im Wohnzimmer vorgefunden haben soll. Dort soll er die 27-Jährige angegriffen und ihren Freund unter Vorhalt des Messers aufgefordert haben, die Wohnung zu verlassen, was er daraufhin auch tat. Die 27-Jährige Lübeckerin verblutete noch vor Ort.

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Der Angeklagte nahm den Urteilsspruch ohne äußerlich erkennbare Regung auf. Mit dem Urteil folgten die Richter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte die Tat dagegen als Totschlag gewertet und eine zeitlich begrenzte Haftstrafe gefordert, ohne ein konkretes Strafmaß zu nennen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

RND/dpa

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