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Laute Hilferufe: 43 Migranten aus Kühllastwagen in Österreich gerettet

  • In Österreich werden 43 Migranten aus einem Kühllaster gerettet, darunter auch Kinder.
  • Sie berichten von Todesangst und Sauerstoffmangel während der Fahrt.
  • Es werden Erinnerungen an einen anderen schrecklichen Schlepperfall mit Dutzenden Toten wach.
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Bruck a.d. Leitha. In Österreich sind Dutzende Migranten aus einem Kühllastwagen gerettet worden, nachdem sie durch laute Rufe auf sich aufmerksam gemacht hatten. Wie die Polizei am Mittwoch berichtete, waren die von Schleppern nach Österreich gebrachten Menschen aus Syrien, dem Irak und der Türkei in einem schlechten gesundheitlichen Zustand. Der Kühllastwagen habe keine Möglichkeit zur Belüftung gehabt. Laut einer Mitteilung der Polizei befanden sich 43 Menschen, darunter sechs minderjährige Kinder, in dem Kühlanhänger. Insgesamt 38 Migranten wurden laut Polizei in unmittelbarer Umgebung aufgegriffen – viele in einem “schlechten gesundheitlichen Zustand”. Nach der medizinischen Versorgung wurden sie auf eine Polizeidienststelle gebracht.

Bei dem Fahrer des Lkw handelt es sich laut Polizei um einen 51-jährige Türken mit Wohnsitz in Rumänien. Er wurde festgenommen. Die Migranten sollen für den illegalen Transport zwischen 6000 und 8000 Euro bezahlt haben.

Die Betroffenen berichteten nach Polizeiangaben von Todesangst und Sauerstoffmangel während der Fahrt. Zahlreiche Menschen seien demnach zeitweise ohnmächtig gewesen, eine Person sei kollabiert. Es sei ihnen gelungen, so laut auf sich aufmerksam zu machen, dass der Transporter kurz angehalten habe.

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Erinnerung an Schleuser-Fall mit 71 Toten

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Der Vorfall erinnert an eine ganz ähnliche Situation mit 71 Toten im Jahr 2015 ganz in der Nähe. Nach Angaben der Polizei stand der Lastwagen nahe Bruck an der Leitha. Durch Anzeigen mehrerer Bürger war die Polizei bereits vor einer Woche auf den Lastwagen am Rande der Autobahn aufmerksam geworden. Die Zeugen hatten Menschen beobachtet, die von der Ladefläche des Transportes sprangen.

RND/dpa

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