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Lava auf La Palma fließt weiter: Experten rechnen noch mit langem Vulkanausbruch

  • Die Lava fließt unerbittlich weiter, und ein Ende ist nicht in Sicht.
  • Experten rechnen damit, dass der Vulkanausbruch auf La Palma noch lange andauern wird.
  • Eine Entwicklung macht aber Hoffnung.
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La Palma. Vulkanologen erwarten angesichts der anhaltenden Heftigkeit der Vulkantätigkeit auf der Kanareninsel La Palma kein baldiges Ende des Ausbruchs. Darauf deuteten die an einigen Tagen mehr als 100 mittleren und leichten Erdbeben und vor allem der Ausstoß großer Mengen von Schwefeldioxid hin, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE am Mittwoch.

Zudem sei das Terrain um den Vulkan um zehn Zentimeter in die Höhe gedrückt worden, sagte der Vulkanologe Ramón Ortíz der Zeitung „La Vanguardia“. „Das Magma drängt nach oben. Es drückt so lange, bis die Erdkruste bricht und Lava ausströmt.“

Der Vulkan in der Cumbre Vieja bot auch mehr als fünf Wochen nach dem Beginn des Ausbruchs spektakuläre Bilder heftiger Eruptionen, bei denen Magma und Gestein Hunderte Meter in die Höhe geschleudert wurden. Orangeglühende Lava wälzte sich weiterhin bergab Richtung Meer.

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Mehrere Landhäuser gingen bereits in Flammen auf, als sie von der um die 1000 Grad heißen Lava erreicht wurden.  @ Quelle: Arturo Jimenez/dpa

Lavaschicht ist bereits bis zu 30 Meter hoch

Allerdings richtete sie kaum noch neue Schäden an, da sie über die bereits zuvor ausgetretene und inzwischen etwas erkaltete Lava floss. Auch kamen die verschiedenen Ströme kaum noch Richtung Meer voran, sondern neue Lava schob sich auf alte, teilweise war die Schicht bis zu 30 Meter hoch. Insgesamt waren 908 Hektar mit Lava bedeckt, was mehr als 1200 Fußballfeldern entspricht.

Im besten Falle gehe der Ausbruch so weiter, bis der Druck unter dem Vulkan ausreichend gesunken sei, sagte der Vulkanologe Vicente Soler vom spanischen Forschungsinstitut CSIC. Schlimmer wäre es, wenn sich ein neuer Vulkanschlot in größerer Entfernung vom bisherigen Vulkan öffnen würde, neue Lavaströme auf der anderen Inselseite Richtung Meer fließen und die Verkehrsverbindungen zwischen dem Norden und dem Süden der Insel vollständig unterbrechen würden. „Das ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich“, warnte Soler.

Der Vulkan war am 19. September erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen. Etwa 7000 Menschen mussten seither ihre Häuser verlassen, mehr als 2100 Gebäude wurden zerstört und große Schäden in der Landwirtschaft, vor allem den Bananenplantagen, angerichtet.

RND/dpa

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