„Kuschel-Freddy“ ist wohl ein Killer-Delfin

In der Kieler Bucht sterben auf mysteriöse Art Schweinswale. Was oder wer steckt dahinter? Die Obduktion der Meeressäuger hat nun einen Verdacht bestätigt.

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Kiel/Büsum. Ein Delfin hat vermutlich mehrere Schweinswale in der Ostsee getötet. Das geht nach Angaben des Büsumer Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung aus der Obduktion der Walkadaver hervor. Bereits im November hatten Experten die Vermutung geäußert, dass der in Kiel oft gesichtete Delfin „Freddy“ für den Tod der Meeressäuger verantwortlich sein könnte.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die an den Tieren festgestellten Verletzungen von einem Delfin verursacht wurden", sagte Instituts-Mitarbeiterin Stephanie Groß. Sechs der Schweinswal-Kadaver aus deutschen Gewässern wiesen Rippenbrüche, innere Blutungen und Hämatome auf. Zuvor hatten die "Kieler Nachrichten" über das Obduktionsergebnis berichtet.

Acht tote Schweinswale

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Absolute Gewissheit haben die Büsumer Experten nach Untersuchung der Kadaver aber nicht. „Da steht nicht Delfin drauf“, sagte Groß. Weder sei bei der Obduktion DNA eines Delfins entdeckt worden, noch wiesen die Tiere Zahnabdrücke von Delfinen auf. „Wir haben uns aber angeschaut, wo der Delfin wann war.“ Die toten Schweinswale seien zu diesen Zeitpunkten in jenen Gebieten gefunden worden.

In der Kieler Bucht waren seit September acht tote Schweinswale gefunden worden. Nach Ansicht des Kieler Meeresbiologen Boris Culik ist zu robustes Spielen der wahrscheinlichste Grund, warum Delfine die deutlich kleineren Schweinswale töten können. Es seien aber auch andere Gründe wie der Kampf um Nahrung denkbar.

Von dpa/RND

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