Kurz vor Freilassung nach 43 Jahren: Häftling stirbt an Corona

  • Bei einem Raubüberfall tötet William Garrison im Alter von 16 Jahren einen Mann, 43 Jahre sitzt er für die Tat hinter Gittern.
  • In wenigen Wochen sollte er aus der Haft entlassen werden, doch dazu kommt es nicht mehr.
  • Garrison ist an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus im Gefängnis gestorben.
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Detroit. William Garrison war gerade einmal 16 Jahre alt, als er im US-Bundesstaat Michigan zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde. 43 Jahre nach dem Urteil sollte der 60-Jährige wegen guter Führung aus dem Gefängnis entlassen werden – doch dazu ist es nicht mehr gekommen: William Garrison starb in der vergangenen Woche an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus.

Wie die “Detroit Free Press” berichtet, hätte Garrison bereits in wenigen Wochen als freier Mann das Gefängnis verlassen dürfen – wegen guter Führung wurde seine Haftstrafe im Januar reduziert. Bereits im Januar hätte der verurteilte Straftäter das Gefängnis auf Bewährung verlassen können, jedoch wollte er bis zu seiner vollständigen Freilassung im September warten.

Haftentlassung im Mai

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Seine Entscheidung änderte Garrison jedoch, als sich das Coronavirus in den Haftanstalten in Michigan ausbreitete. Da er als Baby an Tuberkulose erkrankt und an der Lunge operiert worden war, gehörte Garrison zur Risikogruppe – der Bewährungsausschuss genehmigte seinen Antrag auf Haftentlassung im Mai.

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Doch in der Zwischenzeit hatte sich der 60-Jährige mit dem Coronavirus infiziert – er starb in der vergangenen Woche, nachdem ein Mithäftling ihn mit Atemnot in seiner Zelle gefunden hatte. Bei der anschließenden Obduktion wurde er positiv auf Covid-19 getestet.

RND/liz

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