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Kuriose Klage: Nilpferde von Drogenboss Pablo Escobar haben jetzt US-Rechtsstatus

  • Vier afrikanische Nilpferde hat der verstorbene Drogenboss Pablo Escobar einst nach Kolumbien geholt, heute sind es 80.
  • Tötung oder Sterilisation - darüber, was mit den Tieren passieren soll, gibt es Streit.
  • Aktivisten erwirken jetzt US-Rechtsstatus für die Nilpferde.
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New York. Eine US-Bundesrichterin hat Abkömmlingen von Nilpferden des kolumbianischen Drogenbosses Pablo Escobar das Recht gewährt, in den USA als Personen anerkannt zu werden. Die Richterin Karen Litkovitz in Cincinnati urteilte am 15. Oktober zu einer Klage einer Tierschutzorganisation gegen die kolumbianische Regierung. Dabei ging es darum, ob die Nilpferde in Kolumbien getötet oder sterilisiert werden sollten. Mit dem Urteil haben die Tiere legale Rechte in den USA.

Die Klage des Animal Legal Defense Funds diente dazu, dass zwei Wildtierexperten für Sterilisierung aus dem US-Staat Ohio zu dem Fall befragt werden können. Die Tierschutzorganisation teilte mit, es sei vermutlich das erste Mal, dass Tiere in den USA rechtlich als Personen betrachtet würden.

Aus ursprünglich vier wurden 80 Nilpferde

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Escobar hatte in den 1980er Jahren illegal Nilpferde zu seiner kolumbianischen Ranch gebracht. Nach seinem Tod bei einer Schießerei mit den Behörden 1993 vermehrten sich die „Kokain-Nilpferde“ auf dem Anwesen. Ihr Bestand ist in den vergangenen acht Jahren von 35 auf zwischen 65 und 80 gewachsen. Wissenschaftler haben gewarnt, dass die Tiere eine große Gefahr für die Artenvielfalt der Gegend darstellten. Es könnte tödliche Zusammenstöße mit Menschen geben, warnen sie. Eine Regierungsbehörde hat damit begonnen, die Nilpferde zu sterilisieren. Die Meinungen gehen darüber auseinander, was dabei die sichersten Methoden sind.

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Ein Rechtsexperte ist der Ansicht, dass das Gerichtsurteil in Kolumbien keine Rolle spielen werde. „Die kolumbianischen Behörden werden es sein, die entscheiden, was mit den Nilpferden zu tun ist und nicht die amerikanischen“, sagte der Professor Camilo Burbano Cifuentes von der Universidad Externado de Colombia.

RND/AP

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