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Hanau braucht Kühlcontainer für Corona-Tote: „Eine furchtbare Situation“

  • Die Lage im Corona-Hotspot Hanau spitzt sich weiter zu.
  • Oberbürgermeister Claus Kaminsky teilt mit, dass die Stadt gezwungen ist, zum ersten Mal einen Kühlcontainer für die Corona-Toten einzusetzen.
  • Er spricht von einer „furchtbaren Situation“.
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Hanau. Die hessische Stadt Hanau ist angesichts einer steigenden Zahl an Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus beim Umgang mit den Verstorbenen unter Druck. Auch ein Kühlcontainer ist dabei nun im Einsatz. Neben den Plätzen für Tote in den beiden Hanauer Krankenhäusern sind auch die entsprechenden Kapazitäten der Trauerhallen an den insgesamt sechs Friedhöfen der Stadt ausgeschöpft, wie ein Sprecher der Stadt am Donnerstag sagte. Insgesamt gebe es an den Friedhöfen 68 solcher Plätze, weitere 24 seien es in den beiden Kliniken.

„Wir sind gezwungen, erstmals den Kühlcontainer für Corona-Tote in Betrieb zu nehmen, weil die Hanauer Kliniken überlastet sind. Es ist tieftraurig, dass wir in dieser furchtbaren Situation sind, aber es ist gut, dass wir schon sehr früh dafür Vorsorge getroffen haben“, schrieb Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky bei Twitter.

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Am Mittwochabend hatte die Stadt bekanntgegeben, dass wegen der Situation nun erstmals der auf dem Hauptfriedhof stehende Kühlcontainer genutzt werden müsse. Hier sollten zunächst zwei Gestorbene untergebracht werden. Insgesamt habe der Container 25 Kühlplätze, sagte der Sprecher. Er war bereits im April dieses Jahres aufgestellt, aber bislang nicht genutzt worden.

RND/dpa/seb

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