Kriminalität am Frankfurter Flughafen nimmt zu

  • Die Zahl der Straftaten am größten deutschen Flughafen in Frankfurt ist auf 4921 gestiegen.
  • Menschen transportierten unter anderem Kreissägen und Bombenattrappen im Gepäck.
  • Aus Unwissenheit, wie die Polizei sagt.
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Frankfurt/Main/Wiesbaden. Am Frankfurter Flughafen sind im Jahr 2019 mehr Straftaten registriert worden als in den Jahren zuvor. Waren es im Jahr 2018 noch 4448 Delikte, stieg diese Zahl 2019 auf 4921, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP im Hessischen Landtag hervorgeht.

Zugleich lag die Aufklärungsquote am größten deutschen Flughafen mit 66,4 Prozent über dem Niveau der vorangegangenen Jahre. Seit 2015 waren zwischen 57,8 Prozent und 60,9 Prozent der Straftaten aufgeklärt worden. An der Spitze aller Straftaten standen dabei seit 2016 stets Verstöße gegen das Waffengesetz - im vergangenen Jahr waren es 1063 Fälle.

Kreissägen und Bombenattrappen im Gepäck

Dabei handelte es sich allerdings nur um einen geringen Teil der Gegenstände, die bei der Luftsicherheitskontrolle festgestellt und als eingezogen wurden, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen betonte. Im vergangenen Jahr seien das am größten deutschen Verkehrsflughafen mehr als 200.000 gewesen - „von der Kreissäge über die Bombenattrappe bis zur Nagelfeile“. Kriminelle Absichten hätten in den meisten Fällen nicht dahintergestanden, sondern meist Unwissenheit.

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Flughafen Frankfurt: Sprengstoffspürhunde hatten 427 Einsätze

Nach Angaben des Innenministeriums waren Verstöße gegen das Luftsicherheitsgesetz mit 840 erfassten Fällen die zweithäufigste Straftat des vergangenen Jahres. Dahinter folgen 529 Diebstähle und 408 Ladendiebstähle.

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Regelmäßig kam außerhalb des Luftsicherheitsbereichs die im August 2019 in den Dienst genommene Sprengstoffspürhundestaffel der Polizei zum Einsatz. Im ersten Jahr ihres Bestehens hatte sie bis Ende Juli insgesamt 427 Einsätze im Zusammenhang mit „nicht zuzuordnenden Gegenständen“ wie beispielsweise herumstehenden Gepäckstücken.

RND/dpa

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