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  • Krefelder Affenhaus: Letzte Abrissarbeiten nach Brand beginnen - Abschluss bis Jahresende geplant

Elf Monate nach Brand: Letzte Abrissarbeiten an Krefelder Affenhaus

  • Im Krefelder Zoo schreiten die Arbeiten für einen neuen Affenpark voran.
  • Am Montag haben die letzten Abrissarbeiten des in der Silvesternacht abgebrannten Affenhauses begonnen.
  • Bis Jahresende soll der Abriss abgeschlossen sein.
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Krefeld. Knapp elf Monate nach dem Brand des Affenhauses im Krefelder Zoo wird seit Montagmorgen der Rest der Ruine abgerissen. Ein Spezialbagger zerkleinerte erste Betonfundamente. Bis zum Ende des Jahres soll laut Zoo alles verschwunden sein. So soll Platz gemacht werden für ein neues “Artenschutz-Zentrum Affenpark”, das ab 2021 gebaut werden soll.

Bereits sechs Wochen nach dem Brand waren unter anderem die stählernen Überreste des Dachs abgetragen worden. Ab Montag soll laut Zoo das Fundament entsorgt werden. 3900 Tonnen Beton sollen mit einem 50 Tonnen schweren Spezialfahrzeug zerkleinert und anschließend mit Lastwagen abtransportiert werden. „Insgesamt müssen 1400 Kubikmeter Material abgefahren werden. Zur anschließenden Verfüllung der Baugrube werden 2700 Kubikmeter Füllkies benötigt“, teilte der Zoo mit. Bis spätestens zum Jahresende soll der Abriss abgeschlossen sein.

2021 soll eine neue Anlage für Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans gebaut werden

Damit soll der Weg für das neue Artenschutz-Zentrum freigemacht werden. Künftig sollen zwei Hektar für die Haltung von Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans zur Verfügung stehen. Der Beginn eines ersten Bauabschnittes sei dank zahlreicher Spenden schon im nächsten Jahr realistisch, so der Zoo.

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Bei dem Brand in der Silvesternacht war das Affenhaus komplett zerstört worden, rund 50 Tiere starben - darunter acht Menschenaffen. Demnächst sollen sich drei Frauen vor Gericht verantworten, die das Feuer durch Himmelslaternen ausgelöst haben sollen. Die Frauen hatten Strafbefehle der Staatsanwaltschaft nicht akzeptiert, daher kommt es zum Prozess. Einen Termin gibt es noch nicht, wie ein Sprecher des Amtsgerichts am Montag sagte.

RND/dpa

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