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Umstrittenes Großkonzert wackelt weiter: Entscheidung erst vier Tage vorher

  • Der Streit um ein Großkonzert in Düsseldorf in Corona-Zeiten ist beigelegt, Stadt und Landesregierung haben einen Kompromiss gefunden.
  • Das Konzert kann theoretisch mit bis zu 13.000 Zuschauern stattfinden.
  • Die endgültige Entscheidung fällt aber auf den letzten Drücker.
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Düsseldorf. Ob das umstrittene Großkonzert in Düsseldorf stattfinden darf, entscheidet sich erst am 31. August - vier Tage vor dem eigentlichen Termin. Auf diesen Kompromiss einigten sich die Stadt Düsseldorf und die Landesregierung, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag erfuhr. Entscheidend soll dann das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen sein.

Die konkreten Parameter wurden zunächst noch nicht bekannt. Damit blieb zunächst auch die Wahrscheinlichkeit offen, mit der das Konzert mit Bryan Adams, Sarah Connor und weiteren Künstlern stattfindet - oder ausfällt.

Angesetzt ist das Großkonzert mit bis zu 13.000 Zuschauern am 4. September im Fußballstadion Merkur Spiel-Arena. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte offiziell erst vergangenen Freitag von den bereits von der Stadt abgesegneten Plänen erfahren, als der Veranstalter das Konzert per Pressemitteilung öffentlich machte. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte umgehend rechtliche Zweifel angemeldet.

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„Hat mich als Gesundheitsminister nachhaltig irritiert“

Zudem war die Regierung ernsthaft verstimmt. "Dass ein lokales Gesundheitsamt in dieser Lage eine Veranstaltung dieser Größenordnung im Alleingang genehmigt, hat mich als Gesundheitsminister nachhaltig irritiert", hatte Laumann erklärt. Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) verwies darauf, dass das Hygienekonzept der Coronaschutz-Verordnung des Landes entspreche. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte Geisel indirekt Profilierungsversuche vorgeworfen. Wenige Tage nach dem geplanten Konzert sind am 13. September in NRW Kommunalwahlen - auch in Düsseldorf steht dann die Oberbürgermeister-Wahl an.

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Veranstalter Marek Lieberberg ("Rock am Ring") hatte das Konzert "Give Live A Chance" getauft. "Wir machen die Tür auf für die Renaissance der Live-Musik, der wir mit diesem Konzert endlich die verdiente Chance zum Neustart geben", hatte er vergangene Woche erklärt. Sarah Connor und Rea Garvey hatten bei Facebook auf die desolate wirtschaftliche Lage der Beschäftigten in der Konzertbranche hingewiesen.

Bei dem Konzert sollen den Planungen zufolge neben Bryan Adams und Sarah Connor auch Rea Garvey, The BossHoss sowie Joris auftreten. Comedian Michael Mittermeier führt durch das Programm. Vieles soll "unplugged" gespielt werden, Umbaupausen gebe es keine.

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Auch Commerzbank-Arena in Frankfurt für Konzert angefragt

Im Stadion selbst soll es Sitzplätze in den Rängen und im Innenraum geben. Gruppen dürfen bis zu vier zusammenhängende Plätze buchen - zu den nächsten gilt Mindestabstand. Die Imbissstände sind geschlossen, damit sich dort keine Schlangen bilden. Getränke oder Snacks werden von "Läufern" an den Plätzen serviert. Das städtische Gesundheitsamt hatte das Konzept als zuständige Behörde genehmigt. Der die Fußball-Arena wird von der städtischen Veranstaltungstochter D.Live betrieben.

Am Donnerstag wurde unterdessen bekannt, dass für das Konzert auch die Commerzbank-Arena in Frankfurt angefragt worden war. Arena-Geschäftsführer Patrik Meyer sagte "BILD.de": "Es stimmt, dass das Konzert in Frankfurt stattfinden sollte. Wir als Stadion-GmbH hätten es auch gerne gemacht. Das Gesundheitsamt fand das Hygienekonzept gut, aber das Gesundheitsdezernat der Stadt hat das Konzert abgesagt. Das Dezernat verwies auf das allgemeine Veranstaltungsverbot."

RND/dpa

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