Kondomknappheit durch Corona: Gummis werden wohl teurer

  • Größter Kondomhersteller Karex darf nur mit verminderter Kapazität wieder produzieren.
  • 200 Millionen Kondome konnten seit Mitte März nicht produziert werden.
  • Die UN warnt vor einer Zunahme ungewollter Schwangerschaften.
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Wochenlang stand durch den staatlichen Lockdown in Malaysia die Produktion des größten Kondomherstellers der Welt, Karex, still. Jedes fünfte Kondom weltweit stammt von Karex, in Deutschland etwa alle der Marke Durex. Doch 200 Millionen Kondome konnten seit Mitte März nicht produziert werden. Karex hatte schon Ende März vor einer Knappheit gewarnt – nun fürchtet auch die UNO eine schlechtere Versorgung vor allem im Globalen Süden – und warnte vor einer Zunahme ungewollter Schwangerschaften.

“Falls sich die Situation nicht verbessert, werden wir ohne Zweifel eine Kondomknappheit bekommen”, sagte Goh der Nachrichtenagentur AFP. Zudem sei damit zu rechnen, dass Kondome aufgrund der Situation teurer würden. Bis vor wenigen Wochen standen die drei Fabriken von Karex in Malaysia still, doch seit Kurzem darf wieder produziert werden. Allerdings nur mit einem Teil der Belegschaft, was ebenfalls zu einer geringeren Menge an Produkten führt.

Corona-Schutzmaßnahmen gefährden Produktion und Distribution von Verhütungsmitteln

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Der UN-Bevölkerungsfonds gab an, dass Restriktionen von Ländern Produktion und Lieferung von Kondomen beeinträchtige, dazu kommen Grenzschließungen. Das würde vor allem Menschen betreffen, die über Hilfsorganisationen mit Verhütungsmitteln versorgt werden.

RND/msk

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