Kollegen-Abschied mit Wasserwerfer: Polizei-Eskorte hat Nachspiel

  • 17 Motorräder, ein Wasserwerfer und ein Sonderfahrzeug der Spezialeinheiten kamen mit Blaulicht und Martinshorn nach Euskirchen gefahren.
  • Damit sollte einem Polizisten, der in Ruhestand ging, eine Freude gemacht werden.
  • Nun ermitteln Beamte gegen die Kollegen.
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Köln. Eine Polizei-Eskorte, die einem Staatschef zur Ehre gereicht hätte, hat für etliche Kölner Polizisten ein Nachspiel. Die Beamten sollen sich für einen Kollegen zu dessen Pensionierung einen besonderen Abschied ausgedacht haben: 17 Polizeimotorräder, ein Wasserwerfer und ein Sonderfahrzeug der Spezialeinheiten waren mit Blaulicht und Martinshorn in den Kreis Euskirchen gefahren, um dem langjährigen Polizisten an dessen Wohnort eine Freude zu bereiten, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Doch die Freude ist inzwischen getrübt, denn Kölns Polizeipräsident Uwe Jacob ordnete interne Ermittlungen an. „Ich habe Verständnis dafür, dass beliebte Mitarbeiter nach über 40 Dienstjahren würdevoll verabschiedet werden. Derartige Aktionen können jedoch Konsequenzen für jeden Einzelnen, aber auch für die Behörde haben“, so Jacob.

Kita-Leiterin irritiert über Großaufgebot der Polizei

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Die Sache kam ans Licht, weil die Leiterin einer benachbarten Kita bei der Polizei in Euskirchen nachgefragt hatte, was es mit dem enormen und lautstarken Polizeiaufgebot auf sich habe. Inzwischen habe man sich bei der Kita-Leiterin und dem Landrat des Kreises Euskirchen für die Aktion entschuldigt und „die Karten auf den Tisch gelegt“.

Das Innenministerium sei über die öffentlichkeitswirksame Ausfahrt ebenfalls informiert worden. Die Ermittlungen dürften mindestens etwa 20 Beamte betreffen. Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung habe es bei dem Abschied nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben.

RND/dpa

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