Feuer in Köln: Jenke von Wilmsdorff lässt Klamotten in Flammen aufgehen

  • In Köln hat der Reporter Jenke von Wilmsdorff ein Feuer entfacht – mitten in der Innenstadt.
  • In die Flammen warf er Hosen, Shirts und Pullover und sorgte damit für Verwunderung bei Passanten.
  • Hintergrund der Aktion ist eine Pro-Sieben-Reportage zur Frage: „Macht Kaufen wirklich glücklich?“
Anzeige
Anzeige

Köln. Der für seine extremen Recherche-Methoden bekannte Reporter Jenke von Wilmsdorff hat am Montag mitten in der Kölner Innenstadt einen Berg Kleidung in Flammen aufgehen lassen. Am Mittag loderte das beachtliche Feuer auf dem zentral gelegenen Rudolfplatz – und von Wilmsdorff warf Hosen, Shirts und Pullover als Brennmaterial hinterher. Die Aktion wurde von manchen Passanten mit Verwunderung beobachtet.

Jenke mit „Shopping-Experiment“

Was steckt hinter der Aktion? Der Reporter, den viele nur bei seinem Vornamen „Jenke“ nennen, dreht derzeit eine Reportage für den Sender Pro Sieben, die im Spätsommer ausgestrahlt werden soll. Die Sendung mit dem Namen „Jenke. Das Shopping-Experiment. Macht Kaufen wirklich glücklich?“ soll sich rund um Konsum und Minimalismus drehen. Thema ist unter anderem „Fast Fashion“, also Billigmode. Sie steht in der Kritik, weil Kundinnen und Kunden sie günstig kaufen und schnell wieder aussortieren und wegwerfen.

Anzeige

Brennende Kleidung als Symbol

Anzeige

„Das ist eine Straßenaktion, die wir hier in der Innenstadt von Köln geplant haben, um Aufsehen zu erregen“, sagte von Wilmsdorff der Deutschen Presse-Agentur. „Kleidung wird mittlerweile in Teilen Europas als Heizkleidung benutzt“, erklärte er. Sie werde wirklich verbrannt, weil sich Leute mitunter andere Brennstoffe nicht mehr leisten könnten und weil die Billigkleidung nichts mehr wert sei. Das symbolhafte Verbrennen solle darauf aufmerksam machen, dass sich Verbraucherinnen und Verbraucher mehr Gedanken machen sollten, was und in welchen Mengen sie einkaufen.

Von Wilmsdorff ist bekannt für seine aufsehenerregenden Aktionen. Häufig schon hat er sich für seine Reportagen Selbstexperimenten unterzogen. Zum Beispiel setzte er sich auf Nikotinentzug. Im vergangenen Jahr hatten sich von Wilmsdorff und RTL in beiderseitigem Einvernehmen getrennt.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen