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Kochsalzskandal im Impfzentrum: Polizei ermittelt nun auch wegen Abrechnungsbetrug

  • Eine ehemalige Mitarbeiterin des Impfzentrums Schortens hat im Frühjahr zugegeben, Spritzen mit Koch­salz­lösung gefüllt zu haben.
  • Ende August hat die Polizei das Impf­zentrum erneut besucht, da jetzt der Verdacht auf Abrechnungs­betrug im Raum steht.
  • Fünf Mitarbeitende stehen unter Betrugsverdacht.
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Schortens. Seit dem Frühjahr steht das Impfzentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Schortens (Landkreis Friesland) in den Schlag­zeilen. Eine examinierte Kranken­schwester hatte am 21. April ein Fläschchen mit Impfstoff fallen gelassen und daraufhin versucht, den Vorfall zu vertuschen, indem sie, laut eigenen Angaben, sechs Spritzen mit Kochsalzlösungen aufzog.

Die Polizei geht nach der Befragung weiterer Zeugen mittlerweile von weitaus mehr unwirksamen Impfdosen aus, Betroffene können sich nachimpfen lassen. Allerdings sei dies nicht der Grund für den erneuten Polizei­besuch, sondern ein möglicher Abrechnungs­betrug bei den Arbeits­stunden des Impfpersonals.

Fünf DRK-Mitarbeitende unter Betrugsverdacht

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des DRK sollen zwischen Februar 2021 und Juli 2021 mehr Arbeits­stunden abgerechnet haben, als das Impfpersonal tatsächlich geleistet hatte. Schon eine erste Stichprobe der Stunden­abrechnungen, die dem Landkreis Friesland vorliegen, ergab eine vierstellige Summe, die das Impfzentrum zu Unrecht bekommen haben soll. Rund 40 Polizeikräfte haben an der Durch­suchung teilgenommen und beschlagnahmten unter anderem Aktenordner, Computer, Tablets und Handys. Die Ermittlungen dauern noch an.

RND/dpa

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