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Kochsalz-Injektionen in Friesland: Polizei richtet Ermittlungsgruppe ein

  • Knapp zehntausend Betroffene sind im Landkreis Friesland möglicherweise mit einer Kochsalz-Injektion geimpft worden.
  • Die Polizei hat nun eigens für den Fall eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.
  • Ermittelt wird gegen eine examinierte Krankenschwester.
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Oldenburg. Im Fall möglicher Impfungen mit Kochsalzlösungen im Landkreis Friesland will die Polizei ihre Ermittlungen vorantreiben und hat dazu eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die Gruppe mit dem Titel „Vakzin“ umfasse zunächst acht Beamte, wie die Polizeidirektion Oldenburg am Dienstag mitteilte. Darunter sind demnach Ermittlerinnen und Ermittler der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, die bereits von Beginn an mit dem Fall beschäftigt sind, ebenso wie Beamte weiterer Fachbereiche, wie etwa dem Staatsschutz und dem Bereich Rohheitsdelikte, zu dem etwa Körperverletzungen zählen.

Fast zehntausend mögliche Betroffene

Ermittelt wird gegen eine examinierte Krankenschwester. Sie hatte eingeräumt, am Impfzentrum in Schortens am 21. April sechs Spritzen für Corona-Schutzimpfungen überwiegend mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben. Ihr war beim Anmischen ein Fläschchen mit Impfstoff runtergefallen, was sie nach eigener Aussage vertuschen wollte.

Vergangene Woche hatten Kreis und Polizei dann mitgeteilt, dass nach weiteren Zeugenaussagen nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Frau weitere Spritzen mit Kochsalzlösungen aufgezogen habe. Um die möglicherweise fehlenden Impfungen nachzuholen, sollen daher knapp zehntausend Betroffenen als Vorsichtsmaßnahme nachgeimpft werden.

RND/dpa

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