Kneipe rudert zurück: doch kein Hausverbot für Angela Merkel

  • Eine bekannte Berliner Kneipe erteilt Spitzenpolitikern wie Angela Merkel Hausverbot.
  • Nach einer Debatte in sozialen Medien rudern die Betreiber zurück.
  • Sie würden sich dagegen verwahren, dass Rechtsextreme oder Verschwörungstheoretiker die Entscheidung ausnutzten und instrumentalisierten.
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Berlin. Nach einer Debatte in den sozialen Medien um ein Hausverbot für Politiker in der Berliner Polit-Kneipe „Ständige Vertretung“ sind die Inhaber zurückgerudert. Man sei selbstverständlich auch in Zukunft bereit, mit den genannten Politikern in den Dialog zu gehen, teilten die Verantwortlichen am Sonntagabend mit. Man freue sich, „auch in Zukunft weiterhin alle politisch Aktiven zusammen mit ihren Mitarbeitern und Wählern in der Ständigen Vertretung begrüßen zu können.“

Als Grund für das Hausverbot für Spitzenpolitiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten sie zunächst die erneute Zwangsschließung für die Gastronomie in der Corona-Krise genannt. Dafür habe es aber auch Applaus „aus der falschen Ecke“ gegeben, hieß es wenige Tage später.

„Wir verwahren uns dagegen, dass diese Kreise unser Video für ihre Zwecke ausnutzen und instrumentalisieren“, teilten die Verantwortlichen mit und weiter: „Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, aber wir möchten noch einmal klarstellen, dass wir uns entschieden von rechtsextremen Gesinnungen und Verschwörungstheoretikern distanzieren.“

RND/dpa

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