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Vertrauen in Politik verloren

Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ gestehen Beteiligung an Straßenblockade: „Wer, wenn nicht wir?“

Ein Aktivist der Gruppe "Die letzte Generation" klebt seine Hand auf einen Zebrastreifen auf der Südallee, einer Zufahrt zum Frachtbereich vom Münchner Flughafen. Für eine ähnliche Aktion in der Münchner Innenstadt stehen drei Angeklagte nun vor Gericht.

Ein Aktivist der Gruppe "Die letzte Generation" klebt seine Hand auf einen Zebrastreifen auf der Südallee, einer Zufahrt zum Frachtbereich vom Münchner Flughafen. Für eine ähnliche Aktion in der Münchner Innenstadt stehen drei Angeklagte nun vor Gericht.

München. Mit Plädoyers für den Kampf gegen den Klimawandel haben drei Aktivisten der sogenannten „Letzten Generation“ vor dem Amtsgericht München ihre Beteiligung an einer Straßenblockade gestanden. Ein Student, der sich bei der Aktion im Februar dieses Jahres mit Sekundenkleber auf der Straße festgeklebt hatte, sprach zum Prozessauftakt am Freitag von Wut, Trauer und einem „irreversiblen Verlust“ von Tier- und Pflanzenarten.

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Er empfinde „einfach nur Verzweiflung“. „Unsere Blockaden sind als Feuermelder notwendig“, sagte der junge Mann. „Ich werde das in Zukunft wieder machen.“

Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Angeklagten Nötigung vor. Mit ähnlichen Aktionen hatte die „Letzte Generation“ in jüngster Zeit immer wieder Schlagzeilen gemacht. Aktivisten klebten sich beispielsweise wiederholt an Kunstwerken fest - oder versuchten, sich beim Bundesligaspiel des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach an einem Torpfosten festzumachen.

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„Es macht sonst keiner“

Die beiden ebenfalls angeklagten jungen Frauen, die - mit weiteren anderen - bei der Aktion dabei waren, äußerten sich am Freitag vor Gericht ähnlich.

Eine der Studentinnen sagte, sie könne „losheulen vor Angst und Wut“. Sie sehe es angesichts der dramatischen Folgen des Klimawandels als ihre „Pflicht, dagegen anzukämpfen“. „Ja, ich habe mich auf diese Straße gestellt, um Alarm zu schlagen“, gestand sie. Ihr wäre es auch lieber, sie müsse das nicht tun und auch nicht deswegen vor Gericht stehen, habe aber das Vertrauen in die Politik verloren. „Wer, wenn nicht wir?“, fragte sie. „Es macht sonst keiner.“

RND/dpa

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