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Kleiner Junge droht an Möhre zu ersticken – doch ein Koch reagiert sofort

  • Ein Besuch eines Restaurants ist für eine Familie aus Chemnitz fast in einer Tragödie geendet.
  • Der zweijährige Junge der Familie verschluckte sich an einer Möhre – und wurde ohnmächtig.
  • Doch ein mutiger Koch reagierte heldenhaft.
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Chemnitz. Ein Restaurantbesuch in Chemnitz ist für eine Familie fast in einer Tragödie geendet – wäre nicht ein Koch heldenhaft zu Hilfe geeilt. Er rettete einem zweijährigen Kind das Leben. Darüber berichtet die „Freie Presse“.

Laut dem Bericht hatte die Mutter ihre Liebsten zu einem gemeinsamen Essen in das Restaurant eingeladen. Doch schon kurz nach Beginn des gemeinsamen Abends kam es zu einer lebensbedrohlichen Situation: Der zweijährige Sohn der Familie verschluckte sich an einer Möhre.

Das Gemüse habe laut der Zeitung in der Luftröhre des kleinen Jungen festgesteckt. Sofort sei allen klar gewesen, dass es sich hier um kein einfaches Verschlucken handelte. Das Kind habe offensichtlich keine Luft mehr bekommen. „Alle waren panisch, und meine Lebensgefährtin hat nur noch geschrien“, erinnert sich der Vater gegenüber der Zeitung. Das ganze Restaurant sei in Aufruhr gewesen.

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Koch reagiert heldenhaft

Davon habe dann auch der Koch des Hauses etwas mitbekommen. Er eilte in den Gastraum und versuchte, dem Jungen zu helfen. Zunächst habe er versucht, den Jungen mit leichten Schlägen auf den Rücken zum Husten zu bringen. Doch dann sei der Zweijährige ohnmächtig geworden und habe aufgehört zu atmen.

„Es war ein schrecklicher Anblick“, wird der Vater zitiert. Doch der Koch habe die Nerven behalten und sofort mit einer Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung begonnen. Das Kleinkind sei daraufhin wieder zu sich gekommen und habe wieder etwas atmen können. Zur selben Zeit traf ein Rettungswagen ein, der das Kind professionell behandelte.

Noch im Restaurant habe man mit einem Intubationsspatel und einer Zange das Möhrenstück aus der Luftröhre des Jungen entfernt. In der Klinik habe man den Jungen dann unter Kurznarkose weiter untersucht.

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Dem Jungen geht es wieder gut

Der Zweijährige sei noch immer in der Klinik zur Beobachtung. Die Ereignisse habe er aber „gut weggesteckt“, heißt es. „Er hatte schon wieder ordentlich Hunger“, berichtet sein Vater.

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Der Koch selbst wollte über den Fall nicht mit der Zeitung sprechen. Er helfe gern – wolle seine Tat aber schlichtweg „nicht an die große Glocke hängen“.

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Was tun, wenn sich ein Kind verschluckt?

Dass Verschlucken im Zweifel lebensgefährlich sein kann, weiß auch die Hilfsorganisation der Malteser. Die Retter haben einen Leitfaden veröffentlicht, in dem sie erklären, was in Notfällen zu tun ist.

Wenn kleine Kinder sich verschlucken, sollte umgehend die 112 angerufen werden, rät die Hilfsorganisation. Außerdem sollten die folgenden Schritte befolgt werden:

  1. Setzen Sie sich auf einen Stuhl, die Beine eng aneinander, und legen Sie das Baby bäuchlings auf Ihre Oberschenkel. Der Brustkorb liegt auf Ihren Knien.
  2. Klopfen Sie bis zu fünfmal auf die Rückenmitte.
  3. Wenn das nicht funktioniert, drehen Sie das Baby um und geben Sie ihm mit den Fingerspitzen fünf kleine Stöße auf den Brustkorb, bis die Atemwege frei sind.
  4. Tritt immer noch keine Besserung ein, wiederholen Sie die Stöße, bis der Rettungsdienst da ist.
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RND/msc

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