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  • Kingston Beach: Elfjährige rettet Hai und ebnet ihm Weg zurück ins Meer

Elfjährige rettet gefangenen Hai: Beherzter Einsatz mit eigenen Händen

  • Sie sah das gefangene Tier und schritt spontan zu seiner Rettung.
  • Die elfjährige Billie Rea holte bei Kingston Beach in Tasmanien einen Damebrett-Hai aus einem natürlichen Pool, in den der Fisch durch die Gezeiten geraten war.
  • Dann erlebte sie den wunderbaren Moment, in dem das Tier seine Rückkehr in der Freiheit bemerkte und davonschwamm.
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Kingston Beach. Manchmal hat so ein Fisch schon Pech. Wo gerade noch freies Wasser war, ist er plötzlich von Felsen umgeben und kommt nicht mehr vom Fleck. So erging das einem kleinen Damebrett-Hai bei Kingston Beach in Tasmanien. Er kam wegen der Ebbe nicht mehr ins Meer zurück. Da wurde ihm unerwartete Hilfe zuteil.

Die elfjährige Billie Rae Gilbert sah ihn, fasste sich ein Herz und befreite das Tier. Hob den zappelnden Fisch einfach aus seinem natürlichen Kerker, trug ihn ein paar Meter weit über bewachsenes Küstengestein und ließ ihn dann ins offene Meer schwimmen.

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„Ich hätte ihn nie gesehen“, sagte ihre Mutter Abby gegenüber „ABC.net“. „Irgendwie hatte sie diesen sechsten Sinn, dass er da war.“ Und dann, ohne ein Wort zu sagen, sei Billie Rea schnurstracks auf Rettungsmission gegangen. Nicht groß abwägen – handeln.

Mutter und Tochter hätten dann zugesehen, wie der Fisch davonschwamm: „Wir blieben da, bis wir ihn aus dem Auge verloren. Es war ein erhebender Augenblick.“

Damebrett-Haie sind für Menschen nicht gefährlich

Damebrett-Haie gehören zu den Katzenhaien. In Tasmanischen Gewässern kommen sie zahlreich vor. Neville Barrett, ein Experte vom Institut für Meeres- und Antarktis-Forschung erklärte bei „ABC.net“, dass die Haiart für den Menschen „völlig ungefährlich“ sei. In diesem Jahr seien die Gezeiten ungewöhnlich stark ausgeprägt, deshalb passiere es relativ oft, dass Tiere bei sinkendem Meeresspiegel in Felsenpools festsäßen. Man solle helfen – aber auch vorsichtig sein. Viele Meerestiere hätten „Stacheln und andere giftige Werkzeuge“.

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Bilie Rea hatte sich schon früh in ihrem Leben – bei einem Besuch in einem Meereszentrum – sehr stark für die Wasserwelt Australiens begeistert, sodass ihr ein hocherfreuter Angestellter dort einen Damebrett-Hai aus Stoff schenkte. Und der war – laut Billie Reas Mutter – ihre ganze Kleinkindzeit über ihr Kuscheltier zum Einschlafen gewesen.

RND/big

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