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Kinderschutzbund besorgt: Kinder werden auf „Querdenker“-Demos instrumentalisiert

  • Der niedersächsische Kinderschutzbund hält es für „unverantwortlich“, dass Mädchen und Jungen auf Demonstrationen gegen die Corona-Regeln von ihren Eltern mitgenommen und instrumentalisiert werden.
  • Bei einem Protest in Cuxhaven sei sogar ein Kleinkind in ein Handgemenge gezogen worden.
  • Für Schlagzeilen hatte auch der Anne-Frank-Vergleich einer Elfjährigen bei einer „Querdenker“-Demonstration in Karlsruhe gesorgt.
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Hannover. Der niedersächsische Kinderschutzbund beklagt, dass Mädchen und Jungen von ihren Eltern auf Demonstrationen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen instrumentalisiert werden. „Das ist unverantwortlich und verstößt elementar gegen das Grundrecht auf Schutz vor Gewalt“, sagte der Verbandsvorsitzende Johannes Schmidt am Mittwoch. Kinder dürften nie zu politischen Zwecken missbraucht werden. Wer das mache, zerstöre die Schutzfunktion der Eltern gegenüber ihren Kindern.

Nach Angaben des Kinderschutzbundes war es zuletzt am Sonntag in Cuxhaven zu entsprechenden Szenen gekommen. Bei einer nicht angemeldeten Demonstration von Maskenverweigerern sei ein Kleinkind von einem Mann in ein Handgemenge zwischen Teilnehmenden und Polizisten gezogen worden. Solche bewusst eingegangenen Kindeswohlgefährdungen seien nicht hinzunehmen, betonte Schmidt. Auch Jugendliche würden manipuliert.

Bei vielen Corona-Demos in der Vergangenheit etwa in Hannover waren Kinder als Redner aufgetreten. Bei einer „Querdenker“-Demo in Karlsruhe hatte im vergangenen Jahr eine Elfjährige ihren Geburtstag unter coronabedingten Einschränkungen mit der Lage des jüdischen Mädchens Anne Frank im Zweiten Weltkrieg verglichen

RND/dpa

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