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Kind erstickt in Sack: Auch Mutter nach Mordurteil gegen Sektenchefin verhaftet

  • Der Tod eines Vierjährigen soll mehr als 30 Jahre nach dem Verbrechen gesühnt werden.
  • Eine Sektenmchefin wird wegen Mordes verurteilt.
  • Jetzt wird auch die Mutter des Kindes festgenommen.
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Hanau. Einen Tag nach dem Mordurteil gegen eine mutmaßliche Sekten-Chefin ist die Mutter des vor mehr als 30 Jahren getöteten Kindes verhaftet worden. Die 59-Jährige sei in Leipzig festgenommen worden, teilten die Staatsanwaltschaft Hanau und das Polizeipräsidium Südosthessen am Freitagabend gemeinsam mit.

Die Staatsanwaltschaft hatte nach der Urteilsverkündung einen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls wegen des dringenden Tatverdachts der Beihilfe zum Mord gestellt, dieser sei von der zuständigen Ermittlungsrichterin erlassen worden. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Am Donnerstag hatte das Hanauer Landgericht eine 73-jährige mutmaßliche Sekten-Chefin wegen Mordes an dem damals vierjährigen Kind der Frau im Jahr 1988 zu lebenslanger Haft verurteilt.

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Kind soll ohnmächtig geworden und an seinem Erbrochenen erstickt sein

Die Angeklagte hat demnach im August 1988 den Jungen in einen Leinensack eingeschnürt und in ein Badezimmer gelegt. Das Kind soll ohnmächtig geworden und an seinem Erbrochenen erstickt sein. Ermittler hielten den Tod des Jungen lange Jahre für einen Unfall. Erst 2015 wurde der Fall nach Hinweisen von Sekten-Aussteigern wieder aufgerollt.

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Als Motiv sieht die Staatsanwaltschaft, dass die 73-Jährige durch den Tod des Jungen ihre Machtposition stärken wollte. Sie habe das Kind als „vom Bösen besessen“ bezeichnet. Nach dem Tod habe sie die Eingebung vorgetäuscht, dass Gott das Kind geholt habe - der Junge sei die Wiedergeburt Hitlers gewesen. Rückendeckung bekam sie nun von der Mutter des toten Jungen. Sie gab an, dass die angeklagte frühere Krankenschwester liebevoll mit den Kindern umgegangen sei.

RND/dpa

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