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Tödliche Schüsse in Dänischenhagen und Kiel: Helfer ist verwandt mit Waffensammler

  • Im Fall der brutalen Tat von Dänischenhagen und Kiel sind neue Details ans Licht gekommen.
  • Offenbar ist ein Netzwerk von Waffensammlern in den Fall verwickelt.
  • Unter den Verdächtigen befindet sich auch ein Mann, der sich aktuell vor Gericht wegen des Besitzes von Kriegswaffen, darunter ein Panzer, verantworten muss.
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Sechs Wochen nach den tödlichen Schüssen auf eine Frau und zwei Männer in Dänischenhagen und Kiel (Schleswig-Holstein) nimmt der Fall eine neue Wendung. Wie die „Kieler Nachrichten“ (KN) am Samstag berichten, ist offenbar ein Netzwerk von Waffennarren in jenen Fall verwickelt, bei dem ein 47-jähriger Zahnarzt seine Ehefrau, deren Freund und einen Bekannten der Familie erschossen haben soll.

Laut „KN“ hatte ein Helfer des Tatverdächtigen die Maschinenpistole, mit der in Dänischenhagen geschossen wurde, nach der Tat zerlegt und die Einzelteile in die Förde und in den Nord-Ostsee-Kanal geworfen. Der Zahnarzt selbst hatte den Ermittlern den Namen des 48-Jährigen genannt.

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Polizeibekannter Waffensammler muss sich aktuell vor Gericht verantworten

Wie sich nun herausstellt, ist der 48-Jährige mit einem Kieler Waffensammler verwandt. Bei dem 84-Jährigen handelt es sich nach „KN“-Informationen um einen Nennonkel des Mannes. Dessen Mutter und die Ehefrau des Verdächtigen sind demnach Cousinen. Der Mann muss sich aktuell vor dem Kieler Landgericht wegen des Besitzes von Kriegswaffen, darunter ein Panzer, verantworten. Nun wird geprüft, ob der Helfer dem Tatverdächtigen womöglich mit seinem Bekannten zu einer Tatwaffe verholfen hat. Sollte sich der Verdacht erhärten, könne es schließlich um den Vorwurf der Beihilfe zum Mord gehen.

Ein 47 Jahre alter Mann soll vor sechs Wochen in Dänischenhagen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) seine von ihm getrennt lebende 43 Jahre alte Ehefrau und einen zehn Jahre älteren Mann erschossen haben. In Kiel soll er tödliche Schüsse auf einen 52 Jahre alten Bekannten abgefeuert haben. Der Verdächtige sitzt wegen des Verdachts des Mordes in zwei Fällen und des Totschlags in einem Fall in Untersuchungshaft. Er hatte sich am Mittwochabend der Polizei in Hamburg gestellt. Über einen Anwalt habe der 47-Jährige erklären lassen, dass er die Taten nicht bestreite.

RND/liz

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