Katze in Schuhkarton gesperrt und vor Tierheim ausgesetzt

  • Vor einem Tierheim in Remscheid (NRW) wird am Wochenende eine Katze ausgesetzt – in einem zugeklebten Schuhkarton.
  • Der Vierbeiner ist verängstigt, die Mitarbeiter des Tierheims sind entsetzt.
  • “Wenn das Tier niemand gefunden hätte, wäre es krepiert”, sagt die Leiterin des Tierheims.
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Remscheid. Am Wochenende haben Mitarbeiter vor dem Eingang eines Tierheims in Remscheid (Nordrhein-Westfalen) eine ausgesetzte Katze gefunden. Das Tier war in einen Schuhkarton gesperrt – der Karton war zugeklebt, sodass die Katze sich nicht selbst befreien konnte. Der Vierbeiner war nach Angaben des Tierheims “total verängstigt und durch den Wind”. Mittlerweile gehe es der Katze aber wieder besser.

“Wenn das Tier niemand gefunden hätte, wäre es krepiert”

Gegenüber der “Rheinischen Post” sagte die Tierheimleiterin Andrea Reitzig: “Wenn das Tier niemand gefunden hätte, wäre es krepiert.” Die kleinen Luftlöcher, mit denen der Karton versehen war, hätten nichts gebracht. Der Karton war außerdem viel zu klein: “Die Katze lag da bäuchlings drinnen, sie konnte sich nicht bewegen.”

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Nutzer bei Facebook, wo das Tierheim ein Foto des Kartons veröffentlichte, sind entsetzt: “Menschen können so grausam sein”, schreibt ein User, ein anderer bezeichnet den Fall als “unfassbar”.

Laut Reitzig handelt es sich nicht um einen traurigen Einzelfall – immer wieder würden Tiere in viel zu kleinen Behältern einfach vor dem Tierheim abgestellt. “Das ist für die Tiere ganz schlimm. Und in den letzten Jahren ist es gefühlt schlimmer geworden”, sagte sie der “Rheinischen Post”. Der Leiterin des Tierheims ist es wichtig, auf solche Fälle aufmerksam zu machen. “Tierheim heißt nicht immer nur kleine, süße Tiere. Auch so etwas ist die Realität.”

RND/ros

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