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Karnevalspräsident: „Wesen des Karnevals ist nicht der Alkohol“

  • Klaus-Ludwig Fess, Präsident des Bunds Deutscher Karneval, hat dazu aufgerufen, am 11.11. zu Hause zu bleiben.
  • „Wichtig ist ja, dass Karneval, dass Fasching im Herzen beginnt", sagt er.
  • Die Lage in der Karnevalshochburg Köln sei am Morgen ruhig, teilt eine Polizeisprecherin mit.
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Köln/Düsseldorf. Der Präsident des Bunds Deutscher Karneval, Klaus-Ludwig Fess, hat dazu aufgerufen, zur traditionellen Eröffnung der närrischen Session am 11.11. zuhause zu bleiben. „Oberstes Gebot der Stunde ist es jetzt, nicht zu feiern, nicht rauszugehen, zuhause zu bleiben“, mahnte Deutschlands oberster Karnevalist am Mittwoch im Radio-Sender WDR 5.

Dafür werde es coronabedingt erstmals eine digitale Sessionseröffnung via Youtube und Facebook geben. „Heute ist es wichtig, ein wenig Freude in die Wohnzimmer zu bringen“, bekräftigte Fess. „Wichtig ist ja, dass Karneval, dass Fasching im Herzen beginnt.“

„Bisher ist es ruhig“, sagte eine Polizeisprecherin über die Lage in Köln am Morgen. Es gebe keine Feiernden auf der Straße. Zudem begann der Morgen mit Regen. Wegen der Corona-Pandemie sind alle Feiern abgesagt worden, und es gilt im gesamten Stadtgebiet ein Alkoholverbot auf der Straße.

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Video
Der 11.11. - (Kein) Karnevalsbeginn in Köln und Mainz
0:47 min
Leere Straßen, keine Feiernden zum Karnevalsbeginn im Corona-Jahr. So trist war es am 11.11. um 11:11 Uhr in Köln und Mainz noch nie.  © dpa
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Versammlungs- und Alkoholverbot

In der nordrhein-westfälischen Karnevalshochburg Köln wurde zum 11.11. ein Versammlungs- und Alkoholverbot verhängt, um einheimische und anreisende Feierwütige abzuschrecken. Die Ausnahmesituation biete auch eine große Chance, sich von Saufgelagen ab- und traditionellem Brauchtum wieder zuzuwenden, sagte Fess. „Das Wesen des Karnevals ist nicht der Alkohol.“

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Wenn sich jetzt alle zurückhielten und den Karnevalsauftakt lieber zuhause vor dem Fernseher verfolgten - zum Beispiel mit Käse-Igel und Mettbrötchen - gebe es eine Perspektive: „So haben wir vielleicht die Chance, andere, kleinere Formate im Januar und Februar noch zu sehen.“

Fess appellierte an die Politik, dafür zu sorgen, dass die vielen Unternehmen rund um den Karneval – von Kostümherstellern über Zulieferer bis zu Hotels und Gastronomie – im nächsten Jahr noch da seien. Immerhin erziele die Branche, laut einer Erhebung von 2016, einen Jahresumsatz von über 1,3 Milliarden Euro.

RND/dpa

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