Feiern in Köln und Düsseldorf

Karneval in der Pandemie: Wir brauchen diese Feste mehr denn je

Bilder vom 11.11. aus Köln, bei denen Jecken eng an eng den Auftakt der Karnevalssession feierten, sorgten bei vielen für gemischte Gefühle.

Bilder vom 11.11. aus Köln, bei denen Jecken eng an eng den Auftakt der Karnevalssession feierten, sorgten bei vielen für gemischte Gefühle.

Köln/Düsseldorf. Verkleidete Menschenmassen eng an eng – und das mitten in der Corona-Krise: Die Bilder vom 11.11. sorgten im vergangenen Jahr bei den meisten mindestens für gemischte Gefühle, bei vielen für Empörung und Kritik. Dass auch jetzt, in der anstehenden Karnevalswoche, die in den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf unter Sicherheitsvorkehrungen gefeiert werden darf, wieder solche Stimmen laut werden, ist unvermeidbar. Doch wir müssen uns in dieser Phase der Pandemie, wo der politische Kurs auf Lockerung steht und in den Intensivstationen keine Überlastung absehbar ist, damit arrangieren und uns an solche Bilder wieder gewöhnen.

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Mehr noch: Feste wie den Karneval, bei denen es – entgegen der Annahme vieler Menschen – nicht nur ums Alkohol trinken geht, sondern um ein Gemeinschaftsgefühl, das auf lange Traditionen zurückgeht, brauchen wir mehr denn je. Beim Karneval feiern Jung und Alt gemeinsam, Bauarbeiter und Bankier, Rheinländer oder Zugezogener. Das hat etwas Vereinendes und kann bereichernd für unsere Gesellschaft sein, besonders nach zwei Jahren Isolation und Abstandhalten.

2G plus und Abstandsregeln: Feiern unter Corona-Bedingungen

Auch in den Kneipen darf ohne Maske gefeiert werden. Allerdings müssen die Gäste geimpft oder genesen und zusätzlich geboostert und getestet sein.

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Pandemie ist nicht zu Ende – aber es gibt Sicherheitskonzepte

Natürlich ist die Pandemie auch jetzt, nach zwei Jahren, nicht zu Ende. Und es sollten ganz sicher nicht alle Sicherheitsvorkehrungen und Bedenken über Bord geschmissen werden. Doch es gibt hilfreiche Konzepte – wie das 2G-plus-Modell, das nun in Köln und Düsseldorf angewendet wird. In den Kölner Kneipen müssen sich in den jecken Tagen zudem sogar Geboosterte testen lassen. Dafür fallen die Masken weg. Dasselbe gilt in Düsseldorf, wie am Dienstag bekannt gegeben wurde. Auch diese Maßnahmen können Infektionen nicht komplett verhindern, doch sie können sie eindämmen und vor allem dafür sorgen, dass sich keine Menschen infizieren, denen aller Wahrscheinlichkeit nach schwerere Verläufe drohen – nämlich Ungeimpfte.

Es ist gut, dass diese Konzepte nun auch genutzt werden, um Großevents zu ermöglichen, die uns gut tun – wie der Karneval. Dass die Regeln und Vorgaben umgesetzt und kontrolliert werden, wie Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker es am Montag ankündigte, ist dafür dringend notwendig. Die Kritik an mangelnden Kontrollen am 11.11. in Köln war berechtigt – daraus müssen die Karnevalsstädte lernen und es nun besser machen.

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