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Inzidenz von 834,3

Lauterbach über Wiesnwelle: „Das wäre nicht nötig gewesen“

Besucherinnen und Besucher in einem Zelt beim Oktoberfest.

Besucherinnen und Besucher in einem Zelt beim Oktoberfest.

Seit zwei Wochen läuft in München das Oktoberfest, die Corona-Inzidenz steigt dort weiter rasant. Am Samstag erreichte sie einen Wert von 834,3 – zu Wiesnbeginn lag die Inzidenz in München noch bei 204, das ist mehr als eine Vervierfachung. Bundesgesundheits­minister Karl Lauterbach (SPD) kritisierte fehlende Maßnahmen angesichts der steigenden Zahlen am Samstag auf Twitter erneut deutlich.

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„Das wäre nicht nötig gewesen, wenn vor dem Einlass Selbsttests gemacht worden wären. Auf 2 bis 3 Euro wäre es bei den Preisen pro Maß nicht angekommen“, schrieb Lauterbach am Samstagabend. Die Entwicklung zeige aber, was passieren werde, wenn die Länder mit der Maskenpflicht in Innenräumen zu lange warten, so der Gesundheitsminister.

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Seinen Wunsch nach Corona-Tests auf dem Oktoberfest hatte Lauterbach bereits früher geäußert. „Es wäre eine Solidaritätsgeste gewesen, die über Deutschland hinaus wahrgenommen worden wäre“, sagte Lauterbach vergangene Woche der „Passauer Neuen Presse“. Er sei auf die Wiesn eingeladen gewesen, aber nicht hingegangen. „Wenn jedem am Eingang ein Test angeboten worden wäre, hätte ich mir das vielleicht noch überlegt.“

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Bayerns Gesundheitsminister: Entwicklung ist absehbar gewesen

Gelassener hatte zuletzt Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) auf die Corona-Welle in München reagiert. Es sei erwartbar gewesen, dass es auf der Wiesn, wenn Menschen eng zusammen seien, zu Neuinfektionen komme. „Ob der direkte Zusammenhang gegeben ist, das wird ja immer wieder in Zweifel gezogen, aber ja, ich denke schon, dass das eine Auswirkung ist.“

Tatsächlich ist ein Zusammenhang des Anstiegs mit dem Oktoberfest zwar kaum zu beweisen, er liegt aber nahe: Auch bei anderen Volksfesten hatte sich häufig etwa eineinhalb Wochen nach Beginn ein deutlicher Anstieg der Inzidenzen gezeigt. Oft waren diese dann noch gut eine Woche weiter gestiegen. Auch Expertinnen und Experten hatten im Vorfeld des Oktoberfests eine Wiesnwelle vorhergesagt.

Die Inzidenzen haben inzwischen allerdings ein Stück weit an Aussagekraft eingebüßt. Fachleute gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Corona-Fälle aus – vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen und Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

RND/seb/dpa

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