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  • „Karate-Werner“ mit 79 Jahren verstorben: Bahnmitarbeiter trauern um Werner Meyer

Täglich auf Achse: Bahnmitarbeiter trauern um „Karate-Werner“

  • Jeden Tag fuhr er mit dem ICE und war den Bahnmitarbeitern als „Karate-Werner“ bekannt.
  • Seine Bahncard 100 musste er sich das ganze Jahr zusammensparen, damit er im Zug sitzen konnte.
  • Am 22. Januar 2021 ist der Hannoveraner im Alter von 79 Jahren gestorben. Nun trauern Bahnmitarbeiter um ihn.
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Hannover. Weiße Locken, weißer Karateanzug und eine schillernde Persönlichkeit: So werden viele Bahnmitarbeiter in ganz Deutschland Werner Meyer, besser bekannt als „Karate-Werner“, im Gedächtnis behalten. Am 22. Januar ist der ewig Reisende, der sich seine Bahncard 100 jedes Jahr aufs Neue zusammengespart hat, verstorben, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) berichtet.

Für seine Bahncard 100 hat „Karate-Werner“ das ganze Jahr gespart

In ganz Deutschland kannten ihn Bahnmitarbeiter – seine Lieblingsstrecke Hannover–Berlin–Hamburg–München und wieder zurück soll der Hannoveraner täglich gefahren sein. Die Trauer unter den Bahnmitarbeitern ist groß: So erinnern sie sich in Foren und sozialen Medien an seine freundliche Persönlichkeit. „Wir alle kannten ihn seit Jahren, er war unser Lieblingsfahrgast“, zitiert die „HAZ“ die Zugbegleiterin Vanessa Rohs.

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Am Münchner Hauptbahnhof sei der 79-Jährige dann am vergangenen Freitag zusammengebrochen. Helfer hätten noch versucht, ihn zu reanimieren. Nun haben Bahnmitarbeiter laut Bericht einen kleinen Gedenkort am Hauptbahnhof Hannover eingerichtet und eine Aktion gestartet, um Geld für einen Kranz zu sammeln. So seien bereits 4000 Euro zusammengekommen. Wenn sich keine Angehörigen von Werner Meyer melden, soll von den Spenden die Beisetzung finanziert werden.

RND/goe

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