Kanadische Polizei schießt auf Entführer: Kleinkind (1) stirbt

  • In Kanada kam ein einjähriges Kind bei seiner Entführung zu Tode – ob durch die Polizei oder seinen Vater, ist noch unklar.
  • Der Vater hatte das Kind unerlaubt mitgenommen und wollte bei einer Verkehrskontrolle die Sperre durchbrechen.
  • Bei der folgenden Schießerei starb das Kleinkind, der Vater wurde schwer verletzt.
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Kawartha Lakes. In Kawartha Lakes in der kanadischen Provinz Ontario ist es am frühen Donnerstag­morgen (Ortszeit) zu einem tragischen Unglück gekommen, ein einjähriger Junge kam dabei ums Leben. Der Vater hatte das Kind laut Mitteilung der Polizei von der Mutter entführt. Als er mit seinem Pick-up-Truck in eine Verkehrskontrolle geriet, habe der 33-Jährige versucht, die Sperre zu durchfahren und sei dabei mit einem Polizeiwagen und einem privaten Auto kollidiert. Ein Polizist, der auf der Straße stand, wurde dabei schwer verletzt.

Im Anschluss kam es zu einer Schießerei, als drei Polizisten auf das Auto mit Vater und Kind feuerten. Das Kleinkind wurde erschossen auf dem Rücksitz gefunden und noch am Tatort für tot erklärt. Der Vater wurde schwer verletzt. Da die Beamten aber auch im Auto eine Waffe gefunden haben, muss nun geklärt werden, ob der tödliche Schuss womöglich vom Vater abgesetzt wurde oder ob das Kind von der Polizei getroffen und getötet wurde. Der schwer verletzte Polizist sowie der Kindsvater wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Polizei in Kanada ermittelt, wer den Einjährigen erschoss

Auf Twitter bat der Polizeichef von Ontario, Thomas Carrique, darum, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen oder zu spekulieren, sondern die Untersuchungen zu dem Unglück abzuwarten. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei denen, die heute leiden.“ Sieben Beamte seien mit der Aufklärung des Falls betraut.

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Eine Sprecherin der Aufsichtsbehörde der Polizei, Monica Hudon, sagte Medien: „Es ist noch zu früh, um genau sagen zu können, warum Polizisten auf das Fahrzeug geschossen haben, und es ist noch zu früh, um sagen zu können, was genau geschehen ist“, wird sie von „The Guardian“ zitiert.

RND/msk


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