Kanada: Witzige Schilder warnen vor leckenden Elchen

  • Im kleinen Bergort Jasper in Kanada sollten Autofahrer sich vor Elchen hüten.
  • Die Tiere haben es auf das an Autos klebende Streusalz abgesehen, was sie nur allzu gerne von den Fahrzeugen ablecken.
  • Wer genau das aber zulässt, riskiert aus guten Gründen eine hohe Geldstrafe.
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Jasper. Kanadische Beamte des Bergstädtchens Jasper in der Provinz Alberta haben eine eindringliche Botschaft an Autofahrer. In der idyllischen Siedlung des Jasper-Nationalparks prangt von Warnschildern der Hinweis: “Lassen Sie nicht zu, dass Elche an Ihrem Auto lecken”, wie der US-Fernsehsender “CNN” berichtet. Der Hintergrund ist, dass Elche dem Streusalz nur schwer widerstehen können, was als Winterstreu zum Schmelzen von Schnee und Eis auf Verkehrswegen verteilt wird.

“Sie sind von Salz besessen, es ist eines der Dinge, die sie für die Mineralien in ihrem Körper brauchen”, sagt Steve Young, Sprecher des Jasper National Parks, “CNN”. “Sie suchen normalerweise dafür Salzseen im National Park auf. Aber jetzt haben sie erkannt, dass sie auch an das Streusalz gelangen können, das auf Autos spritzt.”

“Elche und Autos sind keine gute Mischung”

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Im Jasper-Nationalpark stellt das eine ernsthafte Gefahr da. Oftmals parken Menschen am Straßenrand, um einen Blick auf die Elche zu erhaschen. Indem sie die Tiere in die Nähe Ihrer Wagen lassen und den Elchen erlauben, das Salz von Ihrem Auto zu lecken, gewöhnen sich diese daran, nah bei Autos zu sein. Dies erhöht das Risiko für Kollisionen mit den Tieren.

“Elche und Autos sind keine gute Mischung. Wenn Sie den Elch mit Ihrem Auto erwischen, ziehen Sie die Beine des Tieres weg und es fliegt durch Ihre Windschutzscheibe”, erklärt Young gegenüber “CNN”. Die beste Methode, um zu verhindern, dass ein Elch sich dem eigenen Auto nähere, sei einfach wegzufahren, sobald das Tier auf das Auto zukommt.

Für denjenigen, der doch auf die Idee kommt, mit den Wildtieren zu interagieren, könnte es teuer werden. Besucher dürfen in Nationalparks keine Wildtiere füttern, anlocken oder stören. Verstöße werden mit Geldstrafen von bis zu 25.000 US-Dollar geahndet, zitiert “CNN” Nationalparksprecher Young weiter.

RND/ak

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