Kampf gegen Raupenplage: Hunderte Helfer in Gera im Einsatz

  • 2019 hielt eine Raupenplage Gera (Thüringen) in Atem.
  • Im Kampf gegen eine neuerliche Invasion der Schwammspinner haben sich am Samstag rund 500 freiwillige Helfer zusammengetan und einen Wald nach Gelegen des Nachtfalters durchsucht.
  • Eine erneute Massenvermehrung wie im Vorjahr soll somit verhindert werden.
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Gera. Im Kampf gegen eine neuerliche Raupeninvasion haben rund 500 freiwillige Helfer am Samstag in Gera einen 170 Hektar großen Wald nach Gelegen des Schwammspinners durchstreift. Damit werde ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, dass sich eine Plage wie im vergangenen Jahr nicht wiederhole, sagte Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos), der sich mit Eimer und Drahtbürste unter die Helfer mischte. Einige der Freiwilligen nahmen weite Anreisen in Kauf - teils aus anderen Bundesländern - um hier am Stadtrand von Gera der nächsten Raupengeneration zu Leibe zu rücken. Mit Bürsten wurden die Eier dabei von Bäumen und Steinen gekratzt und entsorgt.

2019 hatten sich im Stadtteil Liebschwitz die gefräßigen Raupen des Nachtfalters Lymantria dispar nicht nur durch den Eichen-Niederwald am Ortsrand, sondern auch durch viele Gärten gefressen. Zum Ärger der Anwohner waren sie tausendfach auch an Hauswänden gekrabbelt und durch offene Fenster in Wohnungen gelangt. Die nächste Generation wird voraussichtlich Anfang Mai schlüpfen. Sollte es eine erneute Massenvermehrung wie im Vorjahr geben, wird auch der Einsatz von Insektengift erwogen.

RND/dpa

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