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JVA-Mitarbeiter sollen Gefangene fotografiert und verunglimpft haben

  • Mitarbeiter einer Justizvollzugsanstalt in Köln sollen Gefangene heimlich gefilmt und sich in Chats beleidigend über die Insassen geäußert haben.
  • Einem Mitarbeiter wurde bereits gekündigt, mit zwei weiteren wurden Aufhebungsverträge unterschrieben.
  • “Das ist an Menschenverachtung kaum zu überbieten”, sagt die Leiterin der JVA.
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Köln. Bedienstete der Justizvollzugsanstalt in Köln sollen in einer Chatgruppe heimlich aufgenommene Fotos von Inhaftierten und Kollegen geteilt und beleidigend kommentiert haben. Die Vorwürfe richten sich derzeit gegen drei Bedienstete, wie JVA-Leitern Angela Wotzlaw am Dienstag sagte. Die Bilder sollen die Beschäftigten mit herabwürdigenden Kommentaren versehen haben.

“Das ist an Menschenverachtung kaum zu überbieten”, sagte Wotzlaw der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit werde der 60 Gigabyte umfassende Chat mit Fotos, Audiodateien und Kommentaren ausgewertet. Zuvor hatte der “Kölner Stadt-Anzeiger” über den Fall in der JVA im Stadtteil Ossendorf berichtet.

“Wir müssen erst einmal alles auswerten”

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Einem Beschäftigten sei fristlos gekündigt worden, die beiden anderen hätten Aufhebungsverträge unterzeichnet, erklärte Wotzlaw. Zudem stünden drei weitere Bedienstete im Fokus, die in dem Chat mitgelesen und die diffamierenden Inhalte nicht gemeldet haben sollen. Sie seien weiter im Dienst, sagte Wotzlaw. Es sei nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Beschäftigte beteiligt seien. "Wir müssen erst einmal alles auswerten." Das NRW-Justizministerium sei informiert.

RND/dpa

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