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Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe: Ermittlungen gegen vier Wachmänner

  • Gut drei Monate nach dem spektakulären Juwelendiebstahl aus Sachsens Schatzkammer Grünes Gewölbe gibt es neue Erkenntnisse.
  • Die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass gegen vier Wachmänner ermittelt wird.
  • Ein Sicherheitsbediensteter sei Ende November vorläufig festgenommen worden.
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Dresden. Rund drei Monate nach dem Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden sind vier Wachmänner ins Visier der Polizei geraten. "Es werden Ermittlungen gegen vier Wachschutzbedienstete geführt“, sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt der “Bild”-Zeitung. Sie sollen den Tätern Insider-Informationen geliefert haben. Bei dem Einbruch war Schmuck im Millionenwert gestohlen worden.

Den beiden Wachleuten, die am Morgen der Tat im Dienst waren, werde vorgeworfen, “im Zusammenhang mit dem Einbruch nicht adäquat reagiert und den Diebstahl” verhindert zu haben, schreibt “Bild”. Ein weiterer Wachschutzbediensteter sei bereits am 29. November 2019 vorläufig festgenommen worden. "Dieser Person liegt zur Last, die Haupttäter unterstützt zu haben, indem sie diesen Unterlagen zu den Räumlichkeiten des Grünen Gewölbes und zu den Sicherheitssystemen übergeben haben soll. Außerdem steht eine Handlung in Bezug auf die Alarmanlage in Rede, durch die der Diebstahl begünstigt worden sein könnte“, zitiert “Bild” aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Auch beim vierten Wachmann stehe “eine Handlung in Bezug auf die Alarmanlage in Rede”.

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Phantombild veröffentlicht

Die Wohnungen der letztgenannten Wachleute seien durchsucht worden, konkretes Beweismaterial sei nicht gefunden worden. “Die beiden Betroffenen verhielten sich kooperativ und hatten zunächst angekündigt, Angaben zur Sache machen zu wollen, anschließend aber von ihrem Recht zu schweigen Gebrauch gemacht”, sagte Oberstaatsanwalt Schmidt.

Erst am Donnerstag hatten die Ermittler ein Phantombild eines Verdächtigen veröffentlicht. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen inzwischen von mindestens sieben Tätern aus, wie die Behörden mitteilten. Das hätten Einschätzungen aus einer Fallanalyse des Landeskriminalamtes Sachsen sowie umfassende Videoauswertungen ergeben.

RND/seb

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