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Juwelen aus dem Grünen Gewölbe: Museumschefin sicher, dass die Beute wieder auftaucht

  • Der Fall des spektakulären Juwelendiebstahls in Dresden nahm zuletzt wieder Fahrt auf, Ermittler suchen nach Helfern der Diebe.
  • Nicht nur deshalb ist die Chefin der Dresdner Kunstsammlungen überzeugt, dass die wertvolle Beute wieder auftaucht.
  • „Ich denke, es ist eine Frage der Zeit“, sagte Marion Ackermann den „Lübecker Nachrichten“.
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16 Monate nach dem spektakulären Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden war zuletzt wieder Bewegung in den Fall gekommen, die Polizei fahndet nach vier weiteren Tatverdächtigen. Doch nicht nur deshalb hat Marion Ackermann, Generaldirektorin der Dresdner Kunstsammlungen, die Hoffnung nicht aufgegeben, die Kunstschätze wiederzubekommen. „Ich denke, es ist eine Frage der Zeit“, sagte Ackermann den „Lübecker Nachrichten“ („LN“).

Ihre Hoffnung speise sie daraus, dass die Kunstschätze, anders etwa als beim Diebstahl der 100 Kilo schweren Goldmünze „Big Maple Leaf“ in Berlin, nicht eingeschmolzen werden könnten. Die Diamanten seien anhand ihrer individuellen Struktur identifizierbar – und somit schwer für Kriminelle zu verkaufen. Dazu komme die „immense weltweite Aufmerksamkeit“, die der Fall erregt habe. „Was auch dafür spricht ist, dass in einem nicht geringen Prozentsatz von Kunstdiebstählen Werke zurückgeführt werden, zum Teil erst nach Jahrzehnten“, so Ackermann.

Sie wisse außerdem von Personen und Initiativen, die sich für die Rückführung der Kunstschätze einsetzten, „das berührt mich. Ich finde es grundsätzlich gut, wenn Bürger sich engagieren“, sagte Ackermann laut „LN“. So soll ein anonymer Kunstmäzen den Juwelendieben über einen Privatdetektiv 5 Millionen Euro geboten haben, wenn die Kunstschätze zurückgebracht werden.

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Diebesgut aus dem Grünen Gewölbe in Dresden.  @ Quelle: Polizei

Verdächtige schweigen weiter

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Bei dem spektakulären Einbruch in das Schatzkammermuseum am 25. November 2019 hatten die Täter historische Schmuckstücke aus Diamanten und Brillanten von kaum schätzbarem Wert erbeutet. Knapp ein Jahr später, am 17. November 2020, schlug die Polizei mit einer Großrazzia in Berlin zu. Sie verhaftete drei verdächtige junge Männer aus einem arabischstämmigen Berliner Clan und fand Werkzeuge, Festplatten, Computer, Handys sowie Macheten, Äxte und Schreckschusswaffen. Ein 21-Jähriger wurde Mitte Dezember verhaftet, sein Zwillingsbruder ist noch immer auf der Flucht.

Nach wie vor habe sich keiner der vier dringend Tatverdächtigen in der Untersuchungshaft geäußert. Ihnen wird schwerer Bandendiebstahl und Brandstiftung vorgeworfen. Von den gestohlenen Schmuckstücken aus dem 17. und 18. Jahrhundert fehlt noch immer jede Spur. Die Staatsanwaltschaft bleibe aber ebenfalls zuversichtlich, den Verbleib der Beute klären zu können, betonte zuletzt ein Sprecher.

RND/seb/dpa

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