Justiz stellt Ermittlungen gegen Starregisseur ein

Eine Frau beschuldigt den französischen Filmregisseur Luc Besson der Vergewaltigung. Während der Ermittlungen meldeten sich weiter vermeintliche Opfer. Nun wurde das Verfahren eingestellt – aus Mangel an Beweisen.

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Paris. Gegen den französischen Filmregisseur Luc Besson wird nicht mehr wegen Vergewaltigung ermittelt. Das Verfahren sei eingestellt, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft am Montag mit. Es gebe nicht genügend Beweise, um die Vorwürfe einer Frau vom Mai 2018 zu belegen.

Ihrer Darstellung zufolge betäubte und vergewaltigte Besson sie in einem Pariser Hotel. Dessen Anwälte zeigten sich zufrieden und betonten, ihr Mandant habe die Vorwürfe stets bestritten.

Besson hat fast 100 Filme produziert. Für viele von ihnen schrieb er das Drehbuch und führte Regie. Dazu gehören „Subway“, „Das Fünfte Element“, „Im Rausch der Tiefe“ und „Léon - Der Profi“.

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Weitere Frauen beschuldigen Regisseur

Im Zuge der Ermittlungen hatten weitere Frauen dem Starregisseur sexuelle Übergriffe vorgeworfen, wie die investigative Internetzeitung „Mediapart“ berichtete. „Mediapart“ hatte die recherchierten Berichte von Frauen im Umfeld des Regisseurs schrittweise veröffentlicht.

„Während diese Frauen Fakten unterschiedlicher Ernsthaftigkeit anprangern, überschneiden sich ihre Geschichten in mehreren Punkten. Die meisten von ihnen beschreiben zumindest unangemessene, ähnliche und sich wiederholende Verhaltensweisen von Luc Besson gegenüber sehr jungen Frauen, (...)“, schrieb „Mediapart“.

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Von RND/dpa