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Junge und Mädchen tot: Staatsanwaltschaft legt Gutachten zu Schulbusunglück vor

  • Im Januar kommt ein mit Kindern besetzter Schulbus im Wartburgkreis (Thüringen) von der Straße ab.
  • Zwei Achtjährige sterben bei dem Unfall, weitere Insassen werden verletzt.
  • Jetzt hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungsergebnisse bekannt gegeben.
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Meiningen. Als Ende Januar zwei Kinder bei einem Schulbusunglück im Wartburgkreis (Thüringen) sterben und weitere Schüler verletzt werden, haben längst nicht nur die unmittelbar Betroffenen getrauert. Ein gutes halbes Jahr später hat die zuständige Staatsanwaltschaft in Meiningen das Ergebnis ihrer Ermittlungen bekannt gegeben: Die Witterung und das Gefälle haben zu dem Unglück geführt. Ein strafrechtlich relevantes Verschulden sei nicht festgestellt worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Die Ermittlungen hätten ergeben, dass weder das Verhalten des Busfahrers - der bei dem Unfall auch verletzt worden war - noch das des Mitarbeiters des beauftragten Verkehrsunternehmens, der für die Durchführung der Fahrt verantwortlich war, strafrechtlich relevant war.

"Die Fahrbahnoberfläche an der Unfallstelle war zum Unfallzeitpunkt mit einer Eisschicht von mehreren Millimetern überzogen. Aufgrund der Glätte war die Steigung durch den Bus nicht zu überwinden. Das Fahrzeug war letztlich nicht mehr brems- oder lenkbar", hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

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Kein Schuldiger bei Unglück

Der Busfahrer sei bei der Fahrt nicht beeinträchtigt gewesen, auch habe er einem Gutachten zufolge keinen Fahrfehler begangen. Der Bus sei in einem einwandfreien Zustand gewesen, wie eine technische Untersuchung ergeben habe. Dem Busfahrer könne auch nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass die Kinder bei dem Unfall überwiegend nicht angeschnallt waren, hieß es weiter. Der Linien- und der Schulbusverkehr seien von einer Anschnallpflicht befreit. Nach dem Unfall hatte es auch eine Debatte über die Einführung der Gurtpflicht in Schulbussen gegeben.

Auch die die Wahl der Fahrtstrecke konnte dem verantwortlichen Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens nicht zur Last gelegt werden. Diese sei auf Wunsch der Eltern und in Einvernehmen mit der Schulleitung bestimmt worden und führte über eine Umgehungsstraße mit etwa zehnprozentiger Steigung. Das Bittere daran: Die Ausweichstrecke sollte mehr Sicherheit ermöglichen. Denn so konnte der Bus so halten, dass die Kinder keine Straße mehr überqueren mussten, um zur Schule zu kommen.

Ein Mädchen und ein Junge sterben

Ende Januar war ein mit 23 Kindern besetzter Bus auf dem Weg von Eisenach zur Grundschule in Berka vor dem Hainich von einer eisglatten Straße in einen Graben gerutscht. Ein Mädchen und ein Junge im Alter von acht Jahren starben. Weitere Kinder wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht.

RND/dpa

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