Jugend­licher prellt Deutsche Bahn um mehr als 270.000 Euro

  • Ein Teenager aus dem Ruhr­gebiet soll die Deutsche Bahn um mehr als 270.000 Euro geprellt haben.
  • Mithilfe fiktiver Bank­konten orderte der damals 16-Jährige laut Polizei über 1600 Online­bahn­tickets, die er zum Teil weiterverkaufte.
  • Auf die Spur kamen ihm die Beamten durch Zufall.
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Duisburg. Ein zum Tat­zeit­punkt 16 Jahre alter Jugend­licher soll die Deutsche Bahn um mehr als 270.000 Euro geprellt haben. Mit fiktiven Bank­konten kaufte der Verdächtige über das Online­buchungs­portal der Bahn Online­tickets, die er weiter­verkaufte und zum Teil auch selbst nutzte, wie die Dortmunder Bundespolizei am Freitag mitteilte. Gegen den heute 17-Jährigen werde wegen Computer­betrugs ermittelt.

Auf die Spur waren die Ermittler dem Jugend­lichen den Angaben zufolge gekommen, als dieser als Zeuge nach einer Auseinander­setzung rivalisierender Jugend­gruppen im Essener Haupt­bahnhof befragt wurde. Da er mit seinem Handy Videos der Auseinander­setzung aufgenommen hatte, sicherten Bundes­polizisten diese von dem Mobil­telefon. Dabei seien die Beamten „auf Hinweise über rechts­widrig erlangte Online­tickets“ gestoßen, wie es in der Mitteilung heißt.

Weitere Recherchen sowie eine durch das Amts­gericht in Duisburg angeordnete Wohnungs­durchsuchung hätten den Verdacht erhärtet, dass sich der Jugend­liche aus Mülheim über 1300 Online­tickets im Gesamt­wert von mehr als 270.000 Euro illegal beschafft hatte. Der Jugendliche werde sich nun vor Gericht wegen Computer­betrugs in mehreren Fällen verantworten müssen.

RND/seb

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