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  • Jörg Kachelmann klagt an: Unglücks-Konzert hätte abgebrochen werden müssen

Kachelmann: Konzert hätte früher abgebrochen werden müssen

  • Ein starkes Unwetter bringt eine Leinwand bei einem Auftritt der Rapper Marteria und Casper zum Einsturz.
  • Fast 30 Menschen werden verletzt.
  • Das Konzert hätte schon vorher abgebrochen werden müssen, kritisiert der Meteorologe Jörg Kachelmann.
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Essen. Beim Open-Air-Konzert der Rapper Casper und Marteria in Essen sind während eines heftigen Gewitters 28 Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Doch hätte das Unglück verhindert werden können? Ja, sagt der Meteorologe Jörg Kachelmann – und erhebt Vorwürfe gegen die Veranstalter.

„Um 20.40 Uhr hätte man's gewusst und abbrechen können/müssen. Nichts war plötzlich, nichts war überraschend“, schrieb der Meteorologe bereits am späten Samstagabend bei Twitter.

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Am Sonntag legte Kachelmann dann nach, schrieb: „Wenn man an Gewittertagen wie gestern eine Veranstaltung in Essen macht, muss man einen Plan haben für den Fall, dass es kommt. Dass was kommen kann, wusste man am frühen Morgen.“ Dazu verwies Kachelmann auf eine Wetterkarte von Samstag, 6.20 Uhr, die für 21 Uhr Gewitter für die Region in und um Essen vorhersagte.

Genau so kam es dann auch: Der Auftritt von Marteria und Casper war voll im Gange, als am Samstagabend ein Gewitter losbrach und mehrere heftige Windböen über das Gelände am Ufer des Essener Baldeneysees fegten. Eine etwa viermal acht Meter große LED-Leinwand am linken Bühnenrand stürzte ins Publikum, verletzte 28 Menschen.

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Holger Walterscheid, Betreiber der Konzert-Location, verteidigte am Sonntag die Entscheidung, das Konzert stattfinden zu lassen: „Das Ganze dauerte eine Minute. So was habe ich in 15 Jahren noch nicht erlebt. Wir kennen hier am Seeufer eigentlich jede Wetterlage.“

Jörg Kachelmann hatte auch zu dieser Aussage eine klare Meinung: „Das ewige Mantra all der Veranstalter, die mit ihren Besuchern das traditionelle deutsche Roulette spielen: ‚Das haben wir so noch nie erlebt‘“, schrieb der Meteorologe bei Twitter.

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RND/seb