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  • Japan: Zugführer geht auf Toilette und lässt Schaffner übernehmen – das gibt Ärger

Eine Minute Zugverspätung – das gibt Ärger in Japan

  • In Japan ist die Pünktlichkeit des Hoch­geschwindigkeits­zugs Shinkansen verpflichtend.
  • Weil er eine Minute zu spät in Osaka eintraf, gab es eine Untersuchung.
  • Ergebnis: Der Zugführer hatte sich wegen eines Toilettengangs vom Schaffner vertreten lassen – ihm drohen nun disziplinarische Maßnahmen.
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Pünktlichkeit ist eine Zier. In Japan wird das ernster genommen als anderswo. Dass ein Hoch­geschwindigkeits­zug eine Minute zu spät im Zielbahnhof in Osaka eintraf, zog eine Untersuchung nach sich. Dabei wurden als Ursache der Verspätung Bauchschmerzen des Zugführers festgestellt.

Zug war drei Minuten führerlos

Der hatte dringend die Toilette aufsuchen müssen und seinen Shinkansen-Zug, der mit einer Geschwindigkeit von 150 Stundenkilometern unterwegs war, dem Schaffner anvertraut, wie die britische Tageszeitung „The Guardian“ berichtete.

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Der allerdings war mit den Armaturen nicht vertraut und kein vollwertiger Ersatz. In den drei Minuten der Absenz des Fahrers habe er keines der Kontrollgeräte auch nur berührt, verriet der Ersatzmann später.

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Der Vorfall fand bereits am vorigen Wochenende auf der Zugstrecke zwischen Tokio und Osaka statt. Das Zugunternehmen entschuldigte sich höflich, bezeichnete das Verhalten seines zugleitenden Angestellten als „unstatthaft“. Den Mann dürften derzeit Bauchschmerzen anderer Art plagen – ihn erwarten disziplinarische Maßnahmen.

RND/big

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